Landesarbeitsgemeinschaft ehrenamtlicher Mitarbeiter im Strafvollzug Bayern e.V.
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Sie wollen an der Wiedereingliederung von Gefangenen mitwirken?

Und wollen ehrenamtliche Mitarbeiterin, ehrenamtlicher Mitarbeiter in der Justizvollzugsanstalt in Landshut werden?

Dann wenden Sie sich an:
Frau Sozialpädagogin Claudia Zirngibl,
Berggrub 55
84036 Landshut,
Tel: (0871) 47380 - 0
E-Mail: sozial.dienst@jva-la.bayern.de

Sie wird Sie zu einem Gespräch einladen und Sie dabei auch über alle wichtigen Details sowie die Rechte und Pflichten informieren.



Die neue JVA, Klicken Sie hier!
Eine Person ist für die ehrenamtliche Mitarbeit im Justiz-
vollzug geeignet, wenn sie zur Mithilfe bei der Erreichung des Vollzugszieles bereit und in der Lage ist, eine Ge-
fährdung der Sicherheit und Ordnung der Anstalt oder ein sonstiger Missbrauch nicht zu befürchten sind und kein Ausschlussgrund vorliegt.
Personen, die in der Sozialarbeit erfahren sind oder die bei der ehrenamtlichen Tätigkeit sonstige berufliche Kenntnisse oder Erfahrungen verwerten können, sollten sich im Besonderen angesprochen fühlen.

Nicht zugelassen werden,

  1. wer noch nicht 21 Jahre alt ist
  2. gegen wen innerhalb der letzten fünf Jahre eine Freiheitsstrafe oder eine freiheitsentziehende Maßregel der Besserung und Sicherung verhängt oder vollzogen wurde
  3. wer unter Bewährungs- oder Führungsaufsicht steht
  4. gegen wen ein Ermittlungs- oder Strafverfahren anhängig ist
  5. gegen wen aufgrund einer durchgeführten Sicherheitsüberprüfung Bedenken bestehen.

 

  Wir suchen einen Schachspieler,
  der in die JVA einen Schachgruppe
  führt.


Pressemitteilung, vom 18.12.2013

Weihnachten hinter Gittern – die „stade“ Zeit in der Justizvollzugsanstalt Landshut

 

Marcus Hegele

Marcus Hegele, Regierungsdirektor und Stv. Leiter der JVA Landshut

 

 

„Eingesperrt zu sein ist nie schön, aber jetzt kommt die schwierigste Zeit auf Sie zu!“, so der stellvertretende Leiter der Justizvollzugsanstalt Landshut, Regierungsdirektor Marcus Hegele, zu den Gefangenen bei deren Weihnachtsfeier am 15.12.2013. Am 3. Adventswochenende fanden in der Justizvollzugsanstalt Landshut die alljährlichen Weihnachtsfeiern der Gefangenen statt. Die beiden Anstaltsseelsorger Pfarrer Hermann Kolell und Diakon Otto Häußler hatten dazu allerlei Gebäck und – natürlich – alkoholfreien Punsch zur Verfügung gestellt. Knapp 120 Inhaftierte saßen 90 Minuten im Speisesaal zusammen, hörten adventliche Geschichten und sangen altbekannte Weihnachtslieder. Derartige Veranstaltungen sollen helfen, den Inhaftierten ein wenig Halt in dieser emotional belastenden Zeit zu geben. Die Sehnsucht nach daheim ist zu keiner Zeit des Jahres größer. Auch kann „nur“ insgesamt ca. 80 Gefangenen (von derzeit 484) ermöglicht werden,

 

die Feiertage im Wege eines Hafturlaubes daheim bei den Angehörigen zu verbringen. Um die Gefahr psychischer Probleme zu mindern, ist man in der Justizvollzugsanstalt Landshut bestrebt, den Alltag kurzweiliger zu gestalten. So wird es in den nächsten Wochen ein Tischtennisturnier, ein Schafkopfturnier und ein Konzert einer Bluesband geben. Der Speiseplan bietet an den Weihnachtstagen Besonderes. An Heiligabend wird Hirschgulasch mit Spätzle kredenzt, an den folgenden Feiertagen Schnitzel mit Pommes Frites beziehungsweise Münchener Tellerfleisch. Selbstverständlich werden die Seelsorger an jedem Tag des Hochfestes Gottesdienste zelebrieren. Noch wichtiger wird allerdings das Einzelgespräch, damit sie – so ein Gefangener – „möglichst schnell vorbeigeht“, die „stade Zeit hinter Gittern“.
Pressemitteilung, vom 06.09.2013

Gertraud Goderbauer ehrenhaft entlassen

Verabschiedung der Vorsitzenden des Anstaltsbeirates bei den Justizvoll-
zugsanstalten Landshut, Erding und Mühldorf am Inn

 

Amannsberger - Goderbauer

(von links): Leitender Regierungsdirektor Hans Amannsberger, Leiter der Justizvollzugsanstalt Landshut, Beiratsvorsitzende Gertraud Goderbauer, MdL (CSU)

 

Fünf Jahre fungierte die Abgeordnete des Bayerischen Landstages Gertraud Goderbauer als Vorsitzende des Beirates bei den Justizvollzugsanstalten Landshut, Mühldorf am Inn und Erding. Mit dem Ende der laufenden Legislaturperiode und ihrem Ausscheiden aus dem Landtag legte sie nun dieses Amt nieder.
Anstaltsleiter Hans Amannsberger bedankte sich bei Goderbauer für ihren Einsatz für alle Belange der Justizvollzugsanstalten seines Zuständigkeitsbereichs mit einem Blumenstrauß und zwei Werken aus dem erst kürzlich in der Anstalt eröffneten arbeitstherapeutischen Betrieb.
Besondere Anerkennung verdiente sich Goderbauer in ihrer Funktion als Mitglied und später Vorsitzende des Ausschuss für Staatshaushalt und Finanzfragen, als sie sich stets für die Belange des bayerischen Justizvollzuges einsetzte, sei es bei der Schaffung von im Vollzug dringend benötigter neuen Beamtenstellen oder der Mittelfreigabe für Neubauten von Anstalten in München, Augsburg oder Straubing.
Bei Goderbauer fanden aber auch stets die Gefangenen ein offenes Ohr mit ihren Anliegen, manchmal auch ihren Forderungen. Hier erwies sich der Realitätssinn der Abgeordneten als für manchen Gefangenen wegweisend, wenn überzogenen Wünschen Grenzen aufgezeigt wurden. In berechtigten Fällen war es aber auch dem Einsatz der Volksvertreterin zu verdanken, dass die Anstalt für Gefangene negative Entscheidungen noch einmal überdachte und den Sachverhalt aus einem zusätzlichen Blickwinkel heraus betrachtete.
Anliegen der örtlichen Personalvertretungen nahm Goderbauer auf und setzte sich für die Belange der im Strafvollzug Tätigen ein, wobei sie stets betonte, welch einen wichtigen Beitrag alle in den Justizvollzugsanstalten beschäftigten Personen für die Aufrechterhaltung der inneren Sicherheit im Freistaat Bayern leisten.

Hans Amannsberger, Leitender Regierungsdirektor und Anstaltsleiter der JVA Landshut

Pressemitteilung, vom 21. August 2013

Omnibus zur Justizvollzugsanstalt muss bleiben

Anstaltsbeiräte erteilen Forderungen nach Einstellung der Buslinie eine Absage

(von links): stellvertretender Landrat des Landkreises Erding, Fritz Steinberger, stellvertretender Anstaltsleiter Marcus Hegele, Beiratsvorsitzende Waltraud Goderbauer, MdL Anstaltsleiter Hans Amannsberger stellv. Beiratsvorsitzende Johanna Werner-Muggendorfer, MdL Leiter des allgemeinen Vollzugsdienstes der JVA Landshut Markus Kronawitter, Beiratsmitglied Frau Ingeborg Pongratz, Personalratsvorsitzender der JVA Landshut, Hartwig Vogelsgesang stellv. Leiter des allgemeinen Vollzugsdienstes der JVA Erding Georg Gießibl,


Bei jeder Justizvollzugsanstalt ist ein Beirat gebildet. Dieser setzt sich aus in der Gesellschaft anerkannten Persönlichkeiten zusammen. Die beiden Vorsitzenden sind Mitglieder des Bayerischen Landtages.

Die Vorsitzende des Beirates der Justizvollzugsanstalten Landshut, Mühldorf am Inn und Erding sowie der Jugendarrestanstalten Landshut und Landau a. d. Isar ist Frau Gertraud Goderbauer, MdL (Landshut), als ihre Stellvertreterin fungiert Frau Johanna Werner-Muggendorfer (Kelheim). Weitere Mitglieder sind Frau Vorsitzende der CSU-Fraktion im Stadtrat Landshut, Ingeborg Pongratz, die frühere Stadträtin aus Landshut Frau Rita Schweiberger, die Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit, Frau Maria Amtmann, der stellvertretende Landrat des Landkreises Erding und frühere weitere Bürgermeister der Stadt Erding, Fritz Steinberger sowie Herr Dr. Dr. Christian Windhorst aus Mühldorf am Inn.

 

Nachdem die Beiratsmitglieder jeweils für eine Wahlperiode des Bayerischen Landtages gewählt und ernannt werden, fand nunmehr die letzte Sitzung dieses Gremiums in der laufenden Legislaturperiode statt. Nachdem Frau Abgeordnete Goderbauer nicht mehr für den Bayerischen Landtag kandidiert, leitete sie zum letzten Mal die Sitzung. In ehrenamtlicher Tätigkeit wirken die Beiratsmitglieder bei der Gestaltung des Vollzugs von freiheitsentziehenden Maßnahmen und bei der Betreuung der Gefangenen mit. Sie unterbreiten der Anstalt Anregungen und Verbesserungsvorschläge und helfen bei der Eingliederung der Gefangenen nach der Entlassung. Das sechsköpfige Gremium soll dabei nicht nur als Vertreter der Öffentlichkeit die Vorgänge hinter den Gefängnismauern kontrollieren, sondern auch Kraft ihrer Stellung in der Öffentlichkeit die Anstaltsleitung bei ihren Aufgaben unterstützen. Zudem haben Gefangene das Recht, sich jederzeit an sie mit ihren Sorgen persönlich oder schriftlich zu wenden, ohne dass solche Schreiben von der Anstalt überwacht werden dürfen.

Bei dieser letzten Sitzung der Legislaturperiode bedankte sich Anstaltsleiter Hans Amannsberger bei allen Beiratsmitgliedern für die tatkräftige und hilfreiche Unterstützung für die Belange der ihm unterstellten Justizvollzugsanstalten. Insbesondere Frau Abgeordnete Goderbauer hat sich in ihrer Zeit als Beiratsvorsitzende und zugleich Mitglied und jetzige Vorsitzende im Ausschuss für Haushaltsfragen des Bayerischen Landtages um den Strafvollzug verdient gemacht.

Amannsberger berichtete dann von besonderen Vorkommnissen im Anstaltsleben seit der letzten Beiratssitzung, u. a. ging er auf die schreckliche Geisterfahrt eines beurlaubten Gefangenen der Justizvollzugsanstalt Landshut ein, die einen tödlichen Ausgang nahm. Insbesondere wies er darauf hin, dass dies seit Jahrzehnten der gravierendste Vorfall bei einer vollzugsöffnenden Maßnahme war. Im Nachgang wurde der Vorgang anstaltsintern überprüft; bei der wiederholten Genehmigung der Urlaubsmaßnahme lagen der Anstalt jedoch keinerlei Hinweise vor, dass dieser als zuverlässig geltende Gefangene zu solchem handeln fähig wäre. Amannsberger wies darauf hin, dass die Staatsanwaltschaft Regensburg ein von einem ehemaligen Gefangenen der Justizvollzugsanstalt Landshut wegen dieses Sachverhalts in Gang gebrachtes Strafverfahren gegen die Anstaltsleitung erwartungsgemäß eingestellt hat. Darüber hinaus informierte Amannsberger über die Wiederinbetriebnahme der Jugendarrestanstalt Landau a. d. Isar. Danach schlossen sich Aussprachen mit den örtlichen Personalratsvorsitzenden an.

Auf allgemeines Unverständnis stieß während der Beiratssitzung die Forderung von vereinzelten Stadträtinnen aus Landshut, die notwendige und von der Stadt Landshut vor Inbetriebnahme der neuen Anstalt zugesicherte Buslinie zur Anstalt einzustellen. Die Bedeutung dieser Linie, die auch für die Bürger im Beeich der Hagrainerstraße und des Hofberges eine wesentliche Verbesserung der Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr der Stadt bedeutet, wurde herausgestellt.

Hans Amannsberger, Leitender Regierungsdirektor und Anstaltsleiter der JVA Landshut

Pressemitteilung, 16. August 2013

Bestnoten im Gefängnis

Drei Häftlinge bestehen den qualifizierenden Hauptschulabschluss Nicht nur in Freiheit werden allenthalben Zeugnisfeiern veranstaltet. Bereits zum vierten Male konnte auch hinter den Mauern der Justizvollzugsanstalt Landshut drei Gefangenen der Nachweis zum erfolgreichen Abschluss der Prüfungen zum qualifizierenden Hauptschulabschlusses eröffnet werden.

Die Justizvollzugsanstalt Landshut hat die neue Anstalt in Berggrub vor genau fünf Jahren bezogen. Eine der Verbesserungen der Resozialisierungsmöglichkeiten im Vergleich zur alten Anstalt in der Altstadt ist, dass nunmehr neben beruflichen auch schulische Angebote von den Gefangenen angenommen werden können.

Seit Ende Januar drückten diesmal vier Gefangene die Schulbank und bereiteten sich intensiv auf die Prüfungen vor. Dies war insofern für die meisten der Teilnehmer nicht leicht, weil sie seit Jahren keine Schule mehr besucht hatten. So galt es die Lücken aus vergangenen Jahren wieder zu füllen. Dass dies sehr gut gelungen ist, zeigen die Ergebnisse, die die Teilnehmer an den Prüfungen zum qualifizierenden Abschluss der Mittelschule erreichten. Ein Gefangener konnte aufgrund seiner Entlassung die Prüfung leider nicht mit schreiben. Zwei Gefangene schlossen die Prüfung mit der Note „sehr gut“ ab, wobei einer den Notendurchschnitt von 1,5 und ein weiterer den Notendurchschnitt von 1,8 erreichte. Dem dritte Gefangenen gelang der Abschluss mit „gut“ und einem Notendurchschnitt von 2,3.

Anlässlich der Zeugnisverteilung in der Justizvollzugsanstalt Landshut fanden sich neben dem Anstaltsleiter Hans Amannsberger und dem Anstaltslehrer Andreas Dahlmann auch Schulrat Maximilian Pfeffer sowie der Leiter der Mittelschule Vilsbiburg, Karl-Heinz Thöne ein. Schulrat Pfeffer erklärte, dass für solche Traumnoten und Spitzenergebnisse so mancher Schulleiter „draußen“ glücklich wäre.

 

 

Dabei spiele für das hervorragende Abschneiden der Gefangenen sicher auch eine Rolle, dass sie in der glücklichen Lage sind, nicht von Ablenkungen wie Discobesuche oder stundenlanges Surfen im Internet in ihrer Konzentration beeinträchtigt zu werden. Schulrat Pfeffer beglückwünschte die Absolventen zu ihren Abschlüssen und machte ihnen Mut, dass ihnen mit diesen Zeugnissen viele Türen offen stünden. Der Kurs zum Erwerb des erfolgreichen qualifizierenden Abschlusses an der Mittelschule wird von der Anstalt seit Jahren in Kooperation mit der Mittelschule Vilsbiburg durchgeführt. Deren Leiter Herr Thöne, der für die Abnahme der Prüfungen verantwortlich war, zeigte sich ebenso erfreut über die Leistungen.

Auch Anstaltsleiter Amannsberger zollte den Absolventen Respekt vor ihrer Leistung. Insbesondere bewiesen sie mit ihren bestandenen Prüfungen, dass sie es geschafft hätten, über längere Zeit konzentriert auf ein Ziel hinzuarbeiten. Dass sie dies nun geschafft haben, sei der erste Meilenstein zu einem künftigen Leben ohne der Straftaten. Wenn man sich so ausdauernd und gewissenhaft auf eine Schulprüfung vorbereiten könne, so Amannsberger, könne man auch mit starkem Willen, Durchhaltevermögen, Fleiß und Selbstdisziplin ein straffreies Leben nach der Entlassung erlangen.

Abschließend bedankte sich der Anstaltsleiter bei Schulrat Pfeffer und Schulleiter Töne für die bewährt gute Zusammenarbeit. Er lobte darüber hinaus das hohe Engagement von Anstaltslehrer Dahlmann, der als einziger Lehrer in der neuen Justizvollzugsanstalt auch die berufliche und außerschulische Ausbildung von über 700 Gefangenen betreut und dem Sozialpädagogen Martin Pietrasch für seine Mithilfe bei der Projektarbeit der Absolventen.

Hans Amannsberger, Leitender Regierungsdirektor und Anstaltsleiter der JVA Landshut

PRESSEMITTEILUNG

 

PC-Kursabschluss

Marcus Hegele (Regierungsdirektor), Leonhard Hölzlein (Kursleiter), Vladimir Motal (Quin-Akademie), Anstaltslerer Andreas Dahlmann

Foto: JVA Landshut
Computer-Experten in der JVA Landshut

Gefangene der Justizvollzugsanstalt Landshut erstmals zu Computer-Experten ausgebildet

Am 28.11.2012 konnte erstmals Inhaftierten der Justizvollzugsanstalt Landshut der Europäische Computer Pass ausgehändigt werden. Nach 26 Unterrichtstagen erhielten zehn Gefangene das europaweit anerkannte Zertifikat. Im Rahmen mehrerer Module wurden die Insassen intensiv in Textverarbeitungsprogrammen und Tabellenkalkulation geschult. Die von dem Anstaltslehrer Andreas Dahlmann in Zusammenarbeit mit der Quin-Akademie in Deggendorf organisierte Schulungsmaßnahme weckte reges Interesse bei den Teilnehmern, die mit großem Engagement mitwirkten. Alle Gefangenen haben die anspruchsvolle Abschlussprüfung mit teils sehr guten Ergebnissen bestanden. So zeigte sich der stellvertretende Leiter der JVA Landshut-Berggrub, Regierungsdirektor Marcus Hegele, bei der Überreichung der Zertifikate zuversichtlich, dass die Ausbildung den Inhaftierten bei der Arbeitssuche nach der Entlassung spürbar weiterhelfen wird.

Marcus Hegele
Regierungsdirektor
Stv. Leiter der JVA Landshut

 

Ehrenamtlichen Treff 01

Ehrenamtlichen Treff 02

Foto: JVA Landshut

Kein alltägliches Ehrenamt

Jährliches Treffen der ehrenamtlichen Mitarbeiter in der Justizvollzugsanstalt
Alle Jahre wieder bedankt sich der Leiter der Justizvollzugsanstalt, Leitender Regierungsdirektor Hans Amannsberger, gerne bei den ehrenamtlichen Mitarbeitern der Justizvollzugsanstalt Landshut für ihre Mithilfe in der Resozialisierung von Straftätern. Da der Umgang mit Straftätern nicht gerade beliebt und angesehen ist, kann es den Ehrenamtlichen nicht hoch genug angerechnet werden, dass sie auf diese Weise einen beträchtlichen Beitrag leisten, aus Straftätern wieder gesetzestreue Mitbürger zu machen.
Zwar haben viele Gefangene der Justizvollzugsanstalt ihre Familien und Freunde, die sie nach einer Inhaftierung wieder aufnehmen und bei den ersten Schritten in Freiheit unterstützen. Bei der Arbeit mit den Gefangenen im Vollzug ist die Anstalt jedoch auf die vielfältigen Fähigkeiten der ehrenamtlichen Mitarbeiter angewiesen.
Für die zurzeit 551 Gefangenen und Jugendarrestanten stehen der Anstalt 53 Helfer zur Seite, unter anderem Anonyme Alkoholiker, kirchliche Gruppen, das Haus International, das Landshuter Netzwerk, aber auch Unterstützer anderer Behörden wie die Agentur für Arbeit oder die Stadt Landshut. Hierzu kommen Personen, die Einzelfallhilfe leisten und beispielsweise Gefangene bei Behördengängen oder Wohnungsbesichtigungen begleiten. Auch verschiedene Freizeitgruppen wie Sport-, Gitarren- oder Fremdsprachenkurse werden von Externen innerhalb der Mauern durchgeführt.
Zum alljährlichen Gesprächs- und Informationsaustausch gab Anstaltsleiter Amannsberger einen Rückblick über das Jahr 2011 in den Bereichen Arbeitsbetriebe innerhalb der Anstalt, wobei das Catering der Anstaltsküche für externe Veranstaltungen besonders häufig gelobt werde. In diesem Bereich werden auch ständig Gefangene zu Köchen ausgebildet. Gefangene haben mit Unterstützung der Agentur für Arbeit auch die Gelegenheit, sich zu Fachkräften im Bereich der Photovoltaik und erneuerbaren Energien umschulen zu lassen.

Im sozialen Training werden Kurse zur Beherrschung aufkeimender Aggressionen angeboten.
Was noch fehle, so Amannsberger, sei ein ehrenamtlicher Betreuer für eine Schachgruppe.

Bei einer schmackhaften Brotzeit aus der Anstaltsküche wurden schließlich die unterschiedlichsten Themen zwischen Ehrenamtlichen und Fachdiensten der Anstalt in gemütlicher Runde diskutiert.
Weitere ehrenamtliche Helfer im Strafvollzug werden gesucht. So soll demnächst versucht werden, Personen für die Arbeit mit Jugendarrestanten, welche in der Regel 14 bis 21 Jahre alt sind, zu gewinnen. Dies könnten beispielsweise pensionierte Lehrer sein, die den Jugendlichen Unterricht in Deutsch, Mathematik oder Sozialkunde geben.
Bei Interesse kann man sich an Frau Sozialinspektorin Claudia Zirngibl unter der Telefonnummer 0871/47380-1430 oder claudia.zirngibl@jva-la.bayern.de wenden.

Hans Amannsberger,
Leitender Regierungsdirektor und Leiter der JVA Landsberg


JUSTIZVOLLZUGSANSTALT LANDSHUT,Berggrub 55, 84036 Landshut

PRESSEMITTEILUNG
vom 22. Mai 2009

Vatertag hinter Gittern - Gefangene der Justizvollzugsanstalt Landshut feiern mit ihren Kindern

Vatertag einmal anders. So könnte man das bezeichnen, was sich am Himmelfahrtstag in der Justizvollzugsanstalt Landshut-Berggrub abspielte. Es war ein ungewöhnliches Bild, das sich am vergangenen Donnerstag in der Turnhalle der Justizvollzugsanstalt Landshut bot. 14 Kinder im Alter zwischen drei und 13 Jahren spielten mit ihren Papas Fußball, Basketball oder „Eierlaufen“. Auf einem große Fallschirm konnten sie sich austoben oder einfach durch die Halle ziehen lassen.

Neun ausgewählten Gefangenen wurde die Gelegenheit gegeben, in der Sporthalle der Anstalt zwei Stunden lang mit ihren Kindern zu spielen. Die Mütter konnten sich in der Zwischenzeit bei Kaffee und Kuchen, der vom Bayerischen Landesverband für Gefangenenfürsorge finanziert wurde, vom Alltag erholen.

Vor einigen Monaten hatten der stellvertretende Leiter der Justizvollzugsanstalt Landshut, Oberregierungsrat Marcus Hegele und die Mitarbeiter des Sozialdienstes die Idee, den inhaftierten Papas einen „Vatertag“ zu organisieren. „Zur Resozialisierung gehört auch, dass die Familien während des Strafvollzuges möglichst nicht kaputt gehen, sondern sogar gestärkt oder verbunden werden“, so Oberregierungsrat Marcus Hegele. Der „Vatertag hinter Gittern“, der in Bayern wohl ein einzigartiges Projekt war, leistete hierzu einen großen Beitrag.

 

 


 

Foto: JVA
Informationsbroschüren können angefordert werden bei der Justizvollzugsanstalt Landshut, Berggrub 55, 84036 Landshut.

 


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© LAG 2013-12-18