Landesarbeitsgemeinschaft ehrenamtlicher Mitarbeiter im Strafvollzug Bayern e.V.
Ehrenamt-im-Strafvollzug

Kempten


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            Kemptener Rathaus                                     Foto: Merz


Zeitungsartikel Schau einfach mal rein!
Eine interessante Information

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Kunstprojekt

Das Kunstprojekt in und mit der JVA Kempten ist, so schreibt Sabine Titze-Morlok in ihrer Mail, realisiert.
Im ersten Teil konnte in einer groß angelegten Aktion die Bevölkerung Motive an die Gefangenen senden, die als Bilderwand im Speisesaal der JVA installiert wurden.
Im zweiten Teil haben Gefangene ihren Alltag mit der Kamera festgehalten. In intensiver Zusammenarbeit mit den Gefangen entstanden Aufnahmen und Interviews von großer Authentizität und daraus enstand ein Buch,eine DVD, eine Ausstellung und eine Internetseite
Wir würden uns freuen, wenn Sie das Projekt spannend finden.
Viele Grüße
Sabine Titze-Morlok
  Ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
der Justizvollzugsanstalt Kempten

suchen immer Gleichgesinnte, die sie bei der Betreuung von Strafge-fangenen unterstützen.
Sie erreichen die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, eine sehr engagierte und kompetente Gruppe unter:
"Straffälligenhilfe Allgäu e.V."
und per E-Mail

oder wenden Sie sich direkt an die

Referate "Sozialarbeit" der JVA Kempten
Herr Martin Hermann, Dipl. Sozialarbeiter
Tel. 0831/52163-145
Herr Thorsten Löffler, Dipl. Sozialpädagoger
Tel. 0831/51266-144
Frau Marietta Herb, Dipl. Sozialarbeiterin
Frau Anika Enderle, Dipl. Sozialarbeiterin
gemeinsame Tel. 0831/51266-143 Gemeinsame Mail-Adresse:
Sozialdienst(at)jva-ke.bayern.de

Referat "Seelsorge" der JVA Kempten
Frau Annegret Pfirsch, evang. Pfarrerin
Tel. 0831-51266-141
Herr Markus Martin, kath. Pastoralreferent
Tel. 0831-51266-140
Gemeinsame Mail-Adresse:
Seelsorger(at)jva-ke.bayern.de

Kontaktbeamterin und Ansprechpartner
für die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter alle oben Genannten

 


 

Presse:

Resozialisierung erstes Ziel des Strafvollzuges


„Inhaftierung eine Chance zum Neubeginn? Wie geht es nach der Haftentlassung weiter – für Täter und Opfer?“ Diesen Fragen ging ein hochrangig besetztes Podium, im bis auf den letzten Platz gefüllten Saal, der Gaststätte Zum Stift, in Kempten nach. Die Kreisverbände der Frauenunion Kempten, Oberallgäu und Unterallgäu hatten zur Podiumsdiskussion eingeladen.
In einem Impulsreferat zeigte die Bayerische Staatsministerin der Justiz und für Verbraucherschutz, Dr. Beate Merk, eindrücklich auf, dass das oberste Ziel während der Haft, die Resozialisations-bemühungen seien. „Sie beginnen mit dem ersten Tag, an dem der Gefangene eingeliefert wird“, so die Ministerin. Dies sei erforderlich, um dem Straffälligen nach der Haft ein anderes Leben zu ermöglichen, aber auch, um weitere potentielle Opfer vor Verbrechen zu schützen. Sozialtherapien hätten nichts mit einem Kuschelkurs im Strafvollzug zu tun, sondern ermöglichten einen realistischen Neuansatz nach Verbüßung der Gefängnisstrafe.


Es freuten sich über die gelungene Diskussionsrunde

Ministerin

(v.l.) Emil Wagner, erster Vorsitzender der Straffälligenhilfe Allgäu e.V., Claudia Homanner, Kreisvorsitzende der Frauenunion Oberallgäu, Gabi Gruber, Kreisvorsitzende der Frauenunion Kempten, Bezirksrätin Renate Deniffel, Dr. Beate Merk, Bayerische Staatsministerin der Justiz und für Verbraucherschutz, Stefanie Moser, Kreisvorsitzende der Frauenunion Unterallgäu, Irmgard Leicht, Weißer Ring, und Ministerialdirigent Prof. Dr. Frank Arloth, Vorsitzender des bayerischen Landesverbands für Gefangenenfürsorge und Bewährungshilfe e. V.

 

 

 

Emil Wagner, erster Vorsitzender der Straffälligenhilfe Allgäu, bestätigte, dass im Strafvollzug die richtige Richtung eingeschlagen worden sei. Allerdings gäbe es noch zu wenig Hilfe für den Einzelfall. Wagner stellte den Zuhörern die Frage, ob sie einen ehemaligen Häftling in ihrer Firma einstellen, oder ihm eine Wohnung vermieten würden.
Professor Dr. Frank Arloth, Ministerialdirigent und Vorsitzender des Bayerischen Landesverband für Gefangenenfürsorge und Bewährungshilfe, erklärte, dass die Rückfallquote die ersten sechs Monate nach der Entlassung am höchsten sei. Hier sei es dringend notwendig, dem Entlassenen Perspektiven bei der Entschuldung, der Wohnungs- und Arbeitssuche auf zu zeigen.
Die Staatsministerin wies darauf hin, dass sich der Häftling im Gefängnis, vielleicht zum ersten Mal in seinem Leben, in einer geregelten Tagesstruktur bewege. Diese Struktur gebe Sicherheit. Die Schwierigkeit bestehe darin, das Leben nach der Entlassung wieder selbst in die Hand zu nehmen.
Irmgard Leicht, die den Weißen Ring der Außenstelle Kempten vertrat, forderte mehr Bemühungen von Seiten des Staates für die Opfer ein. Sie erhielten oft viel zu wenig finanzielle Unterstützung, um ihre Traumata auf zu arbeiten. Sie stellte fest, dass die Zahl häuslicher und sexueller Gewaltopfer im vergangenen Jahr drastisch angestiegen sei. Dreißig Geschädigte hätten sich beim Weißen Ring gemeldet.
Die Moderatorin, Bezirksrätin Renate Deniffel, erläuterte, dass es bei Straffälligen lediglich 3% Risikoprobanden gäbe. 97% seien dagegen normale Strafgefangene. Arloth wartete mit konkreten Zahlen zum Erfolg des Strafvollzuges auf. 65%, also weit mehr als die Hälfte der erwachsenen Straffälligen, würden kein weiteres Mal inhaftiert.
Die Zuhörer stellten im Anschluss an die Kurzreferate viele Fragen. So wollten sie unter anderem wissen, warum die Verjährungsfrist bei Sexualstraftaten nicht angehoben werde. Ob Täter aus Klöstern genauso bestraft würden, wie normale Bürger und ob die Behauptung, dass Täter selber oft auch Opfer sind, stimme.
Außerdem wurde von Anwesenden darauf hingewiesen, dass vermehrt Präventionsmaßnahmen in den Familien notwendig seien, um gefährdete Jugendliche auf den richtigen Weg zu bringen. Ergänzend stellte Deniffel die Frage, wie man jemand resozialisieren wolle, der noch nie sozialisiert gewesen sei. „Der Schutz der Bevölkerung hat Vorrang“, so Merk. Deshalb sei ein angemessenes Strafmaß unabdingbar. „Wir müssen jedoch auch den Inhaftierten die Hand reichen“.

 

     
Presse:

Ehrenamtlichenengagement in der Kemptener Justizvollzugsanstalt gewürdigt
Beim Neujahrsempfang der ehrenamtlichen Helfer in der Kemptener Justizvollzugsanstalt, zu dem mehr als vierzig Personen erschienen waren, würdigte der stellvertretende Anstaltsleiter Uwe Siller, die geleistete Arbeit des vergangenen Jahres. Die Arbeitsbereiche seien vielfältig und reichten von Einzelbetreuungen über Schachturniere, Organisation von Veranstaltungen, Deutsch und Fördergruppen, bis hin zu Bibelarbeit und Gestaltungen in der Advents- und Weihnachtszeit. Derzeit würden diese Aufgabenfelder von der Straffälligenhilfe Allgäu, den Anonymen Alkoholikern, den Narcotics Anonymus, sowie Einzelpersonen abgedeckt. Siller betonte die gute Art der Zusammenarbeit von Ehrenamtlichen und Vollzugspersonal, die sich schon viele Jahre bewährt habe.
Im Jahr 2011, so Siller, seien die Belegungszahlen deutlich angestiegen, so dass derzeit 420 Häftlinge in der Justizvollzugsanstalt Kempten untergebracht sind. Dreißig davon sollen im Sommer 2012 nach Memmingen zurück verlegt werden, wo derzeit umfassende Sanierungsarbeiten anstehen.
Im Durchschnitt sind die Häftlinge in Kempten 103 Tage untergebracht, höchstens aber drei Jahre bei Erstvollzug und zwei Jahre bei Regelvollzug.
Mit 40,4% Beschäftigungsquote könne man, so der stellvertretende Leiter, nicht klagen. Die Einnahmen von Kempten und Memmingen durch Beschäftigungsverhältnisse der Gefangenen betrugen im vergangenen Jahr 1 244000 Euro. Als neuer Arbeitgeber konnte die Stadt Kempten gewonnen werden, die vier Häftlinge im Straßen- und Winterdienst einsetzt.
Obwohl der Kemptener Standort über keine internen Ausbildungswerkstätten verfüge, haben doch fünf Gefangene 2011 den Hauptschulabschluss mit Lagerqualifizierung erhalten. Dies sei mit Hilfe externer Lehrkräfte möglich gewesen. Das Angebot besteht auch 2012.
Die Ehrenamtlichenteams konnten vier Neuzugänge verzeichnen und gründeten die sogenannte 3G – Gruppe, die für Geselligkeit, Gespräch und Gehirn steht. Ein neu gestalteter Gruppenraum, der größer und leichter erreichbar ist, bietet ab sofort noch bessere Arbeitsmöglichkeiten.
Küchenchef Jörg Welsch, der für die Ehrenamtlichen „orginal JVA - Gulaschsuppe“ gekocht hatte, schloss sich dem Dank Sillers an und betonte „Wenn Sie nicht wären, hätten wir alle hier mehr zu tun.“
von Eva-Maria Dörr-Schratt, für den "Kreisboten"

 
Informierte beim Neujahrsempfang der Ehrenamtlichen über
Entwicklungen in der Kemptener Justizvollzugsanstalt:
Stellvertr. Leiter Uwe Siller ( Mitte )


Uwe Siller, stellvertr. Leiter der Kemptener Justizvollzugsanstalt
beim Neujahrsempfang der ehrenamtlichen Helfer.

 

     
Presse:

Gefangene feiern Advent
In zehn verschiedenen Sprachen begrüßt die Deutschgruppe der Kemptener Justizvollzugsanstalt, mit ihrem Gruppenleiter Jakob Wagner die Mithäftlinge bei der jährlichen Adventsfeier. Alle Gruppen der Straffälligenhilfe Allgäu e. V. waren dazu traditionsgemäß eingeladen.
Auch die anderen Programmpunkte gestalteten die Häftlinge weitgehend selbst. Emil Wagner und Rafael Trost, von der Straffälligenhilfe führten durch den Abend. Unterstützt wurden sie dabei von dem Musikertrio Bea Mleschnitzer am Piano, Claudia Rietzler, Gesang und Helmut Rietzler Gitarre, die mit den Gefangenen moderne Adventslieder einübten.
Höhepunkt der Darbietungen war jedoch das kurze Theaterstück „Du bist wunderbar beschenkt“, nach dem Buch von Max Lucado. Die Geschichte erzählt von den Wemmicks, die alle von ihrem Schöpfer Geschenke erhalten haben. Wie sie diese nutzen können, erfahren sie allerdings erst, als sie einer Familie in Not beistehen.
Offensichtlich kommt das Spiel bei den Zuschauern an, denn im Saal ist es auch bei denen ganz still, die den Text nicht verstehen. Die Bilder sprechen für sich.
„Das Spielen hat uns Spaß gemacht“, erklärt ein Mitspieler, als er an den Tisch zurück kehrt. Es hat uns gefallen, dass jeder eine besondere Gabe hat, die wertvoll wird, wenn man sie richtig einsetzt.“ Sein Kollege ist einfach erleichtert, dass alles gut geklappt hat. „Vor so vielen Leuten bin ich noch nie aufgetreten“, meint er.
In der Feier hat alles Platz, was die Häftlinge bewegt. So trägt Markus Martin, der Gefängnisseelsorger einen einfühlsamen Text zum Thema Sterben bei, denn ein Gefangener hat vor kurzem einen nahen Angehörigen verloren.
Eine kleine Besonderheit bieten zwei Russlanddeutsche an. Einer von ihnen hat selbst einen Text mit Melodie verfasst, in dem er empfiehlt, sich mit seinen Nöten an Gott zu wenden. Die ruhige Melodie, zur Gitarre gesungen, lässt den Saal noch einmal still werden.
Dann geht es zu Plätzchen, Obst, Nüssen und Kaffee. Die Männer unterhalten sich über ihre alltäglichen Probleme und die Angehörigen daheim. Die Weihnachtskarten, die ihre Mithäftlinge gestaltet haben, dürfen sie mit nehmen. Am Ende der Feier ist der Advent dann auch hinter Gittern angekommen.

 
Letzte Vorbereitungen f�r die adventliche Feier in der Kemptener Justizvollzugs-
anstalt trafen die Mitarbeiter der Straffälligenhilfe Allgäu e.V.
v.l. Marianne Mayr, Marianne Wagner, Rafael Trost und Jakob Wagner.


v.l. Marioanne Mayr, Johann Duckhadt und Marianne Wagner


Sangen mit den Häftlingen Adventslieder
v.l. Bea Mleschnitzer, Claudia und Helmut Rietzler.

 

 
Presse:

Ehrenamtlich hinter Gitter und Stacheldraht
Allgäuer Zeitung, 18. 6. 2008
Straffälligenhilfe Ehepaar Wagner opfert seit zehn Jahren Freizeit für die Betreuung von Häftlingen Kempten |eva| Einzelgespräche, Gruppenbegleitungen, Organisation von Konzerten und Weihnachtspäckchen, Beratung von Angehörigen und Einrichten von Wohnungen gehören seit zehn Jahren zum ehrenamtlichen Engagement des Ehepaares Marianne und Emil Wagner. Zunächst als aktive Mitglieder der Straffälligenhilfe Allgäu, heute als Kassierin und erster Vorsitzender des Vereins, stellen sie den Häftlingen der Kemptener Justizvollzugsanstalt viele Stunden ihrer Freizeit zur Verfügung.
Gibst du einem Mörder die Hand? Wie kannst du nur mit so einem arbeiten? Solche Fragen bekam Marianne Wagner oft zu hören. „Es scheint“, erklärte sie, „als hätte der Gefangene nach seiner Tat aufgehört, Mensch zu sein.“ Für das Ehepaar sind jedoch immer der christlich Gedanke im Vordergrund, dass für Gott jeder Mensch wertvoll ist – auch nach einer Verfehlung. „Außerdem“, so der erste Vorsitzende, „fühlen wir uns selber reich von Gott beschenkt und wollen davon etwas weitergeben.“


                       Marianne Wagner                              Emil Wagner,

 

 

Viele kleine Erfolge
Noch nie, so betonen die Eheleute, seien sie von einem Häftling angegriffen oder bedroht worden. Oft hätten sie aber Zeichen der Dankbarkeit als Zeichnung oder Brief erhalten. Stets sei ihnen großes Vertrauen entgegengebracht worden. „Einmal haben Gefangenen zusammengelegt und mir einen Geburtstagskuchen gebacken. Das war für mich ein ganz wertvolles Gebäck!, erinnert sich Marianne Wagner.
Traurig sind die beiden, wenn einer den Weg zurück zur Normalität nicht schafft, einer ihrer Schützlinge draußen an Drogen stirbt oder Häftlinge neu eingerichtete Wohnungen wieder aufgeben, weil sie die falschen Kontakte haben. Es gibt aber auch eine Vielzahl kleiner, die ihnen Mut machen, ihre Arbeit fortzusetzen. Wenn Gefangene in der Freizeitgruppe vergessen, dass sie inhaftiert sind. Wenn einer über sein bisheriges Leben wirklich nachdenkt und Lösungen sucht. Aber auch, wenn der eine oder andere in seinen Beruf oder in seine Familie zurückkehrt.
Um Suchtkranken besser beistehen zu können, absolvieren Wagners sogar einen über acht Monate angelegte Ausbildung zum „Freiwilligen Suchtkrankenhelfer“. Betrüblich ist für die Ehrenamtlichen die geringe Zahl der Aktiven in der Straffälligenhilfe. Derzeit stehen achtzehn aktive Mitgliedern, von denen viele älter als fünfzig Jahre sind, vierhundert zu betreuenden Häftlingen gegenüber. „Es gäbe noch viel zutun“, bedauerte Emil Wagner. „Wir suchen dringend jüngere Leute, die mitten im Leben stehen, Geduld aufbringen und Häftlinge regelmäßig mit ihrer Arbeit unterstützen wollen. Wir dürfen die Menschen hier nicht allein lassen.“

Eva Maria D�rr � Schratt

Über "Was tut die "Straffälligenhilfe Allgäu e.V."?

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Breakdance als Lebenshilfe

Gefangene, die Breakdance tanzen – macht das Sinn? Stefan Sauter, Tanzpädagoge mit Erfahrungen in den verschiedensten Tanzschulen und vielen eigenen Auftritten zwischen Lettland und Mallorca, beantwortet diese Frage eindeutig mit Ja. Die Straffälligenhilfe Allgäu e.V. lud ihn ein, einer Gruppe von vierzehn Männern, in der Kemptener Justizvollzugsanstalt, insgesamt zwölf Übungseinheiten anzubieten.
Sein Konzept klingt überzeugend. In einem ersten Schritt will er den Häftlingen die Freiheit der Bewegung nahe bringen. Sie sollen sich selbst wieder spüren können. Danach wird das eigene Handeln reflektiert und beurteilt. Daraus resultiert schließlich der Ansatz zur Verbesserung. „Das“, meint Sauter, „lässt sich auf jeden Fall auch auf die Bewältigung von Problemen übertragen.“
Die Männer die sich in der Turnhalle der Justizvollzugsanstalt zusammenfinden, wirken motiviert. Selbst ein Rollstuhlfahrer nimmt am Programm teil. Die rhythmischen Bewegungen fallen zunächst noch schwer. „Ich merke, dass ich noch nie getanzt habe“, meint ein Teilnehmer. Aber auch seine Übungen werden mit der Zeit deutlich fließender. Die Männer finden ihren individuellen Rhythmus.

 

 

Sauter arbeitet mit Lockerungs- und Dehnungsübungen, lässt die Männer an ihrem Gleichgewicht arbeiten und schließlich kurze Schrittfolgen ausprobieren. Er ist überzeugt, dass körperliche Bewegung immer auch Hirn und Herz fordert.
Spätestens die komplizierteren Bodendrehungen geben ihm recht. Die Häftlinge haben nun fast alle ihre T – Shirts durch geschwitzt, im Bemühen, sich möglichst elegant und schnell zur Musik am Boden um die eigene Achse zu drehen. Sauter erklärt die Atemfunktionen und gibt jedem Teilnehmer praktische Tips. Dazwischen zeigt er gekonnt, wie die Form am Ende aussehen soll.
Einige haben schon Erfahrungen mit Breakdance. „Aber“, so meint ein junger Mann,“hier drinnen wird man schnell steif und unbeweglich. Man muss wieder von vorne anfangen.“
Zufrieden wirken sie am Ende der Stunde alle. „Mich befreien diese Übungen hier sehr“, erklärt einer. Meine Kraft wird in die richtigen Kanäle gelenkt und negative Energie wird abgebaut.“
Ein Grund mehr für die Mitarbeiter der Straffälligenhilfe, ihr Projekt weiter zu verfolgen.


Wenn Sie einer dieser Punkte anspricht, sind Sie für eine ehrenamtlichen Mitarbeit
in der JVA Kempten herzlich willkommen.


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[Ihre Meinung und Rückfragen bitte an LAG ]
© LAG 2013-10-23