Landesarbeitsgemeinschaft ehrenamtlicher Mitarbeiter im Strafvollzug Bayern e.V.
Ehrenamt-im-Strafvollzug

LAG - Info Nr. 62


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LAG-Info 62       Inhaltsverzeichnis

Auf ein Wort
Die neue Vorstandschaft
Nach zwanzig Jahren
Mitgliederversammlung 2007
Immer im Auge behalten!
Ausstellung „Weiße Rose“
Projekte - Aktionen
KunstTherapie in der JVA Aichach
Trickfilm hinter Gittern
Vom Quali bis zur Gesellenprüfung
Betreuer der JVA München
Prognosebegutachtung
Georg Wagner gestorben
„Therapie heißt nicht Heilung“
Fernsehen
Gewalt unter erwachsenen ...
Straubinger Tagung 2007
Ein Anstaltsleiter packt aus
Kontopfändungsschutz
Angesetzter
Aus den Regionen
- Juristenwechsel in Straubing
- Jahrestreffen in NSF
- Sängerin mit Herz
- Amtswechsel in Herrenwörth
- Bernau – Emmaus
- Bernau
- Nürnberg
- Amberg
- Ebrach
- Erlangen
- München–Stadelheim
- Würzburg
- Reso Nürnberg
- JVA Nürnberg / Lichtenau
- Bayreuth
Ausgezeichnete Diplomarbeiten
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Auf ein Wort

Liebe Mitglieder,

wir freuen uns, Sie als Ihre neuen Vorsitzenden an dieser Stelle begrüßen zu dürfen.
Es ist für uns eine Ehre, gemeinsam mit Ihnen, den Mitgliedern der LAG, an unserer anspruchsvollen Aufgabe zu arbeiten.
Allen, die uns gewählt haben, danken wir für das Vertrauen. Ganz besonders danken wir unseren Vorgängern Norbert Merz und Peter Möller für ihren Einsatz in den vergangenen Jahren.
Mit ihrer erfolgreichen Arbeit haben sie die Messlatte hoch gelegt. Aber gleichzeitig machen ihre Erfolge in der Vergangenheit unsere Arbeit auch leichter. Denn wir können schon auf dem hohen Niveau einsteigen, das sie sich in vielen Jahren erarbeitet haben.
Gerhard und ich sind auf diesem Gebiet natürlich noch Anfänger. Das heißt , wir müssen uns zunächst einmal einarbeiten. Norbert und Peter haben sich bereit erklärt, in den kommenden Jahren uns und der LAG mit dem gleichen Engagement zur Verfügung zu stehen wie in der Vergangenheit. Ich denke, eine bessere Form der Einarbeitung können wir uns nicht wünschen.
Wir werden die nächsten Monate nutzen, um verschiedene JVA vor Ort kennen zu lernen. Dabei versuchen wir auch, die dort tätigen Ehrenamtlichen kennen zu lernen. Und damit Einblicke in die Probleme zu erhalten, die diese bei ihrer ehrenamtlichen Aufgabe haben.
Es würde uns freuen, wenn wir bei dieser Gelegenheit auch den einen oder anderen von Ihnen kennen lernen dürfen.

Ihr

Thomas Staudigel und Gerhard Gruber


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Die neue Vorstandschaft

Thomas Staudigel, 1. Vorsitzender
43 Jahre alt, verheiratet, drei Kinder (5, 3 und 1).
Berufserfahrung: 1986 Maurer, mit bestandener Gesellenprüfung abgeschlossen; 1987-1988 Bundeswehr, 15 Monate Wehrpflicht, ausgeschieden als FeldjägerUnteroffizier; 1988 – 1990 Lagerarbeiter, Wareneingangskontrolleur; 1990 – 1992 Fa. Suzuki, Wareneingangskontrolleur, Staplerfahrer; 1992 – 1994 Foto Schiller, Bamberg, Ausbildung zum Fotografen, mit bestandener Gesellenprüfung abgeschlossen;
1995 – 1997 Geschäftsleiter, Aufbau des ersten süddeutschen Kieser-Trainings-Betriebs (München 1)
1997 – 2005 Aufbau und Geschäftsführung von 12 Kieser-Training-Studios in Deutschland und Holland.
Seit 2003 sieben eigenen Betriebe und freier Unternehmensberater und Coach.

Gerhard Gruber, 2. Vorsitzender und Schriftführer
45 Jahre, ledig, geboren in München und lebt in der Nähe von München, selbstständiger Kaufmann im Brandschutz- und Gasbereich. Seit 1977 ehrenamtlich in der Feuerwehr und ab 1980 in der Jugendarbeit aktiv. In der Straffälligenhilfe seit ca. 3 Jahren tätig in Laufen und München.
Hobbys sind Motorradfahren, Kino, Reisen, Tauchen, Feuerwehr, Modelleisenbahn.

Margaretha Helms, Kassierin
1955 geboren, Bankfachfrau, drei Kinder und drei Enkel.
Seit 1995 führt und verwaltet sie die Finanzen der LAG und organisiert und betreut mit ihrem Mann (Alfred Helms) zusammen die Augsburger Gespräche.


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Nach zwanzig Jahren der Wechsel an der Spitze der LAG

„Ich glaube, es wird wirklich Zeit, dass ein Jüngerer die Geschicke der LAG in die Hand nimmt“, so Norbert Merz bei einem Gespräch in Bamberg. „Wir haben lange gesucht und mussten den Wechsel immer wieder hinausschieben, aber es hat sich gelohnt. Thomas Staudigel, Bamberg, folgt Norbert Merz nach, der sich nach zwanzig Jahren nicht mehr zur Wahl stellt. „Sich nicht mehr zur Wahl stellen, das kann man leicht, wenn man den Menschen kennen und schätzen lernen durfte, der die Nachfolge antreten könnte“, so Merz kurz vor der Wahl in Augsburg. Die Mitglieder sind dem Wahlvorschlag gefolgt.
Ähnlich gut hat es sich ergeben bei der Nachfolge von Peter Möller.
Nach zwölf Jahren wollte sich verstärkt seinen vor Ort Aktivitäten, die sich aus der Aufgabe des Diakonischenwerkes München ergeben. Monatliche Sprechstunden in den JVA Aichach, Bernau, Niederschönenfeld, Landsberg, München und Laufen-Lebenau sind Aufgabe intensiv!
Seine LAG-Aufgabe des 2. Vorsitzenden und Schriftführers übernimmt Gerhard Gruber, München.
Die Kasse bleibt in der bewährten Obhut von Marga Helms, die diese Verantwortung fast zwölf Jahre inne hat und nun weitere Jahre die LAG unterstützt.
Wir alle wünschen den Neuen einen guten Start und viel Erfolg bei der Verfolgung der LAG-Ziele.


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Mitgliederversammlung 2007 mit Wahl

Aus dem Protokoll der Mitgliederversammlung mit Neuwahl des Vorstandes der LAG e.V. vom 15. 9. 2007 lässt sich interessantes herauslesen.
Die LAG hat zur Zeit 168 Mitglieder und wendet den Löwenanteil ihrer Ausgaben für die LAG-Info auf. Im vergangenen Vereinsjahr sind sechs Hefte erschienen (Nr. 57 / 58 / 59 / 60 und 61). Das reizte zur Frage, ob aus Kostengründen nicht auch vier Hefte pro Jahr ausreichend seien.
Die Kassenprüfung ging ohne Beanstandungen vonstatten. So war es nicht verwunderlich, dass die Förderungswürdigkeit durch das Finanzamt Augsburg bis 2010 bestätigt wurde. Beide Sachverhalte sind das große Verdienst von Margaretha Helms.
Die Satzung wurde in § 7 und § 8 geändert.
Die Berichte des 1. und 2. Vorstandes gaben Aufschluss über das Engagement und erlaubten einen Einblick in die Schwerpunktsetzung in der Vereinsführung nach innen und nach außen.
Vier Vorstandssitzungen wurden in Rosenheim, Augsburg, Bamberg und München durchgeführt, um die Zielsetzung abzustimmen. Darüber hinaus waren die Vorstände unterstützt durch Alfred Helms, mit der Durchführung von mehreren Grundkursen in Nürnberg, München (2x), Straubing, Rosenheim im Einsatz. Die Grundausbildung, das Grundseminar für ehrenamtliche Mitarbeiter, gehört zu den primären Aufgaben der LAG.
Ein ebenso großes Anliegen sind die Treffen vor Ort mit der wichtigen Möglichkeit des Erfahrungsaustausches und der zusätzlichen Information. Die Vorstandschaft legte deshalb großen Wert auf den regelmäßigen Besuch dieser Veranstaltungen: Reso Nürnberg, Straubing, Kronach, Laufen-Lebenau, Bernau, Landsberg, Weiden, Donauwörth/Kaisheim, Niederschönenfeld, Aichach, Ebrach und Erlangen.
Mit Stolz berichtete der Vorstand vom „Projekt JobScout“ der JVA Niederschönenfeld, das unter der Leitung des Herrn Fischer (Schulbeamter), des Patenmodells Nürnberg und der LAG gestartet wurde.
Der Vorstand vertrat bei der Verabschiedung der Herren Döschl, Leiter der JVA Landsberg, und Hans-Uwe Worliczka, JVA Neuburg-Herrenwörth, den Verein.
Ein Highlight waren nicht nur die „Augsburger Gespräche 2007“, die durch das Justizministerium und die JVA Niederschönenfeld, Kaisheim, Neuburg-Herrenwörth, Straubing und Ebrach sehr stark unterstützt wurden und so einen fantastischen Erfolg verzeichnen konnten, sondern auch die Teilnahme am „Tag der offenen Tür“ der Bayerischen Staatskanzlei, das „Nürnberger Podium“ mit Dr. Willi Pecher und Generalstaatsanwalt a.D. Dr. Stöckel und der Standdienst beim 12. Präventionstag in Wiesbaden.
Wie jedes Jahr wurde der 2. Vorstand, Peter Möller in die Leitung der Straubinger Tagung 2007 eingebunden.
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Die Neuwahl des Vorstandes, den Rechtsanwalt Michael Nißl leitete, brachte folgende Ergebnisse:
1. Vorsitzender: Thomas Staudigel
2. Vorsitzender / Schriftführer: Gerhard Gruber
Kassier: Margaretha Helms
1. Beisitzer: Horst Münzer
2. Beisitzer: Marie Wolf
Kassenprüfer: Heidi Pfanzelt und Wolf-Dieter Fenzl
Nachrücker: Helmut Kellnhofer und Dr. Horst Naumann Die nächste Vorstandswahl gem. Satzung § 8 (3) findet im Jahre 2010 statt.
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Der Termin für die Augsburger Gespräche 2009 wurde auf den 12. März 2009 festgelegt und die Familie Helms schon jetzt gebeten, die Vorbereitung und die Organisation im Kloster St. Stephan zu unterstützen.
Das Konzept: Gewinnung Ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen u. Mitarbeiter mit Analyse / Werben / Empfangen / Grundkurs / Verpflichtende Treffen vor Ort wurde fortgeschrieben und erneut in das Jahresprogramm aufgenommen. Dabei hofft man auf die Unterstützung und Begleitung durch das Justizministeriums und durch die Anstaltsleitungen.
Unter TOP „Aussprache und Sonstiges“ wurde der Haushaltsplan 2008 mit den Schwerpunkten „LAG-Info“ mit 4 Heften jährlich, Broschüre „ 20 Jahre LAG“ sowie Honorare und Fahrtkostenerstattung für Referenten beschlossen.
Die nächste Mitgliederversammlung wurde auf Samstag, den 13. September 2008 festgelegt.
Aus dem Protokoll der Mitgliederversammlung zusammengetragen von Peter Möller und Norbert Merz.


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Immer im Auge behalten!

Strafvollzug - Strafe
Wer das Leben, die Gesundheit oder das Eigentum seiner Mitmenschen verletzt und das Vertrauen in ein sicheres Zusammenleben innerhalb einer Gesellschaft grob zerstört, muss mit einer Reaktion rechnen.
Schwerwiegenden Rechtsgutverletzungen begegnet unser Rechtsstaat mit einer Strafe. Für Privatrache und das Faustrecht der Verletzten oder von Angehörigen ist in unserer Gesellschaft kein Raum.
Die schwerste strafrechtliche Reaktion auf strafbares Verhalten ist die Freiheitsstrafe. Sie wird in Justizvollzugsanstalten vollzogen, jedoch nur in Ausnahmefällen verhängt.
In 82,4 % aller Verurteilungen von Erwachsenen im Jahr 2005 erkannten die Richterinnen und Richter auf Geldstrafen und in 12,0 % auf Strafaussetzung zur Bewährung. Nur bei rund 5,6 % aller Verurteilungen erkannten die Gerichte auf Freiheitsentzug ohne Bewährung.
07. 2. 2007 JM-Niedersachsen


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Bayerisches Staatsministerium der Justiz (PM 135/07 vom 14. 9. 07)

Eröffnung Ausstellung „Weiße Rose“

Bayerns Justizministerin Dr. Beate Merk erfüllte sich in München einen lange gehegten Wunsch. Gemeinsam mit Bundesminister a.D. Dr. Hans-Jochen Vogel öffnete sie die Pforten des historischen Sitzungssaals 216, in dem am 19. April 1943 der zweite Prozess gegen 14 Mitglieder der Weißen Rose stattfand. Künftig wird dort eine Dauerausstellung an die Justizwillkür gegenüber Mitgliedern der studentischen Widerstandsgruppe erinnern.


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Projekte - Aktionen

EBRACH
„Tiere helfen Menschen“
Geduldig liegen sie neben ihren Frauchen auf dem Rasen und schauen in die Runde. Die vielen Menschen um sie herum stören sie nicht. Sie sind inzwischen den Umgang mit ihnen gewohnt. Und auch den mit Gefangenen der Justizvollzugsanstalt Ebrach.
Einige von ihnen gehen mit ihnen im Rahmen des Projekts „arme Hunde“ regelmäßig Gassi. Ins Leben gerufen wurde es vom Verein „Tiere helfen Menschen" in Zusammenarbeit mit Hans Lyer, dem katholischen Pfarrer der Justizvollzugsanstalt Ebrach.
Beim Sommerfest für ehrenamtliche Mitarbeiter des Gefängnisses informierten er und die Vorsitzende des Vereins Ingrid Wintergerst-Gaasch darüber. „Seelsorge, das bedeutet nicht nur Gottesdienst. Wir haben die Beobachtung gemacht, Gefangenen nehmen mit den einst herrenlosen Hunden auch ohne Sprache schnell Kontakt auf", so der Geistliche.
Ingrid Wintergerst-Gaasch berichtete, dass viele der Hunde aus Tierheimen, von Deutschland bis Israel, kommen. Jeder der Vierbeiner sei vorher nicht sozialisiert gewesen. „Die Hunde nehmen die Gefangenen so wie sie sind. Tiere haben keine Vorurteile", erläuterte sie.

Besuchsdienst
Der evangelische Geistliche der JVA, Alexander Titz, sprach kurz den Besuchsdienst und seine verschiedenen Ausprägungen an. „Die Gefangenen erfahren durch die Besuche Wertschätzung - sie werden wahrgenommen. Die Betreuung hört meist nicht auf, wenn sie entlassen werden. Es wird eine Menge an Menschlichkeit geschenkt."

Kreativgruppe
Ehrenamtlich arbeitet Ursula Schneeberger in der Kreativgruppe mit. Sie entstand aus der Plätzchenbackaktion im Advent. „Das Backen wurde sehr gut angenommen. Wir haben uns überlegt, welchen Inhalt die Gruppe haben soll, und wir kamen zu dem Ergebnis von allem etwas - zum Beispiel Malen, Bücherlesen, etwas herstellen." Geplant ist jetzt eine Theatergruppe mit Langzeithäftlingen.

Vereinsgründung
„Ideen haben wir genug, es mangelt aber an Zeit und Geld", führte sie aus. Um Abhilfe zu schaffen, soll ein Verein gegründet werden für Ehrenamtliche, der die Gruppen unter anderem finanziell unterstützen will, informierte Sybille Röding.

Türkisch-islamische Gemeinde
Für die gute Zusammenarbeit dankte die türkisch-islamische Gemeinde Bamberg.

„Das Leben ins Gleichgewicht bringen“
Unter dem Motto „Das Leben ins Gleichgewicht bringen", stand ein Projekt der Bayerischen Sportjugend und der Bezirke Unter- und Oberfranken in der JVA Ebrach, das mit Gefangenen der Arbeitstherapeutischen Betriebe (ATP) durchgeführt wurde. „Den Kick erfahren durch die Herausforderung im Sport soll ihnen zeigen, dass man Extremsituationen und Adrenalin-Ausstoß auch in der Turnhalle bekommen kann. Kräftemessen mit Regeln, Kampf mit Einschränkungen, Sieg in der Gemeinschaft, Fairness zum Gegner, Spaß trotz Niederlage, Leistungsgrenzen erkennen, den inneren Schweinehund überwinden, Zurückstecken und tausend andere Attribute kann der Sport vermitteln", erläuterte Ute Braun von der Bayerischen Sportjugend Unterfranken.
Außerdem beinhaltete das Projekt, dass die Jugendlichen ein Sportgerät selbst herstellten, das sie im Sportunterricht nutzen konnten. Es verdeutlicht ihnen, so Ute Braun, die Arbeit mit den Händen lohnt sich.
Resümee

„Ich bin stolz und dankbar dafür, dass Sie alle sich so unermüdlich mit Leib und Seele engagieren und mit den oft schwierigen Gefangenen ihre Freizeit verbringen, die Rolle der Eltern übernehmen, Gefangene bei Ausgängen begleiten, sie besuchen, bei Wohnungs- und Arbeitsplatzsuche helfen, und die Palette der vollzuglichen Betreuungsmaßnahmen wie zum Beispiel Basteln, Musizieren, Lesen, Kochen und durch Spiele bereichern", sagte Renate Schöfer-Sigl, Leiterin der Justizvollzugsanstalt
Wie sie ausführte, hat auch der Gesetzgeber den Wert der ehrenamtlichen Mitarbeit erkannt und im Entwurf des neuen Bayerischen Strafvollzugsgesetzes ausdrücklich niedergeschrieben. Erstmals werde im Gesetz die ehrenamtlich Tätigkeit erwähnt. „Ich darf mich auch im Namen der Bediensteten der JVA Ebrach für ihren Einsatz, für ihre Ideen und für die vertrauensvolle, unkomplizierte Zusammenarbeit bedanken", so die Anstaltsleiterin.

Artikel der Mainpost (7. 8. 2007) von Barbara Güita wurde leicht gekürzt.


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KunstTherapie in der JVA Aichach

Seit einigen Jahren ist die Kunsttherapie in der JVA Aichach eingebunden. In der Anstalt läuft das Angebot unter dem Namen „Kunstgruppe“, da die Erwähnung des Wortes Therapie viele Frauen von der Teilnahme abhalten würde.
Es wird sowohl für Jugendliche als auch für Erwachsene jeweils eine Gruppe angeboten. Seit Januar diesen Jahres findet eine zusätzliche Gruppe für „untätige“ Frauen statt, die keine Arbeit haben. Die Teilnahme ist freiwillig und es besteht eine große Nachfrage, besonders bei den „Untätigen“, die sozusagen allein oder zu zweit Tag für Tag in ihrem Haftraum verbringen müssen und keine Arbeit haben. Hier ist das Bedürfnis nach Kontakt besonders groß.
Der Strafvollzug als therapeutisches Umfeld
Die Haftzeit kann eine Zeit des Nachdenkens, der Gedankenfülle sein. Der Mensch ist oft ganz auf sich allein gestellt und hat keine Möglichkeit, die draußen liegenden Probleme zu lösen.
In der Gruppe bietet sich die Möglichkeit des Austauschs, der Orientierung und Selbstreflexion. Sie ist ein Weg, die Entwicklung von Inhaftierten im Rahmen einer kreativen Anleitung zu fördern. Durch die Bilder tritt der Gefangene in einen Dialog mit sich selbst und lernt sich und seine Gefühle dabei besser kennen. Das Selbstwertgefühl wird aufgebaut und neue Möglichkeiten des Ausdrucks können gefunden werden.
Der Kunsttherapieraum
ist ein sogenannter geschützter Raum, in dem die Gefangenen miteinander unter der Leitung des Therapeuten kommunizieren können, ohne Einblick von Außen. Dies ist natürlich eine ideale Situation, die besonders im Vollzug nicht immer eingehalten werden kann.
Der Ablauf in der Gruppe
Jede Gruppe kommt einmal wöchentlich für zwei Stunden in die Kunsttherapie.
Jede Einheit besteht aus dem Eingangsgespräch in der Runde, einer Zeit des Malens und letztendlich Einzelbesprechungen über die in der Stunde entstandenen Bilder.

Das Konzept der KT in Aichach
ist dual angelegt. Das bedeutet, dass in manchen Stunden therapeutisch gearbeitet wird und in anderen Stunden rein künstlerisch.
In den therapeutischen Stunden werden den Frauen passende Themen gestellt und es wird Wert darauf gelegt, dass es sich hierbei nicht um das Erstellen von ästhetischen, künstlerisch wertvollen Bildern handelt, sondern nur um den Ausdruck und das Darstellen von Inhalten oder Gefühlen.
In den künstlerischen Stunden geht es um das Erlernen von Techniken, Bildkompositionen und Farblehre. Wobei auch hier Themen, die zum Ausdruck kommen, besprochen werden können.
Die Bilder, die hier entstehen, werden einmal im Jahr in einer Ausstellung der Öffentlichkeit präsentiert und zum Kauf angeboten. Mit dem Erlös können weitere Materialien angeschafft werden.
So ist die Kunsttherapie ein Weg, den Gefangenen auf fruchtbare Weise mit sich selbst zu konfrontieren und ihm so die Möglichkeit zur Weiterentwicklung zu bieten, die ihm zur Wiedereingliederung in die Gesellschaft helfen kann.

Kunsttherapeutin Petra Bezdek / Kunsttherapeutin i.A. Ute Ullrich / Kunsttherapeutin i.A. Andrea Wenger


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Trickfilm hinter Gittern
Wie jugendliche Straftäter zu Filmemachern werden
Text und Fotos: Helmut Savini

schmalfilm 3/2004-Filmemacher 15
32 Filme, 500 in- und ausländische Wettbewerbsauszeichnungen. Die Liste der Erfolge von Helmut Savini und seinen Teams ist lang. Das Besondere daran: Die kurzen Streifen entstehen im Knast. Seit über 30 Jahren ist Savini ehrenamtlich tätig, um jugendlichen Straftätern eine sinnvolle Beschäftigung während der Haftzeit zu ermöglichen. So produziert er Trickfilm um Trickfilm - mit stets wechselnden Mitstreitern. Hier sein Report über das ungewöhnliche Projekt.
In der Justizvollzugsanstalt (JVA) im bayerischen Niederschönenfeld ist Kreativität erwünscht. Deshalb leite ich dort eine Freizeitgruppe. 1976 haben wir zunächst fotografiert, zwei Jahre später dann mit Zeichentrickfilmen angefangen. Früher war ich selbst in der JVA als Justizvollzugsbeamter tätig. Heute führe ich die Gruppe ehrenamtlich weiter. Einmal wöchentlich treffen wir uns in unserem Filmraum. Hier erinnert wenig an ein Gefängnis - wenn man mal von den Metallgittern im Fenster absieht. Schon eher denkt man an eine Trickfilm-Werkstatt, wenn man den Raum betritt. Da in einer geschlossenen Anstalt viele Filmthemen real nicht oder nur unter erschwerten Bedingungen dargestellt werden können, habe ich mich von Anfang an für den Trickfilm entschieden.
Das Medium ist Mittel zum Zweck. Es gehört zum sozialen Training, in einer Gemeinschaft zu arbeiten und Produkte fertig zu stellen, die ein Erfolgserlebnis vermitteln. Außerdem bietet die Beschäftigung mit dem Zeichnen und Filmen die Möglichkeit Kreativität zu entfalten. Auch die Haftzeit lässt sich so besser verarbeiten.
Es ist nicht Ziel, Preise einzuheimsen, sondern menschlich miteinander umzugehen. Aber natürlich freut es alle, wenn wir Preise abräumen. Achtmal konnten Filme bei den Deutschen Amateurfilm-Festspielen (DAFF) teilnehmen, einmal wurde ein Obelisk gewonnen. Auch bei den Film-Wettbewerben der photokina waren wir dreimal erfolgreich. Wenn es von der Strafzeit her möglich ist, nehme ich zu den Wettbewerben einige Gefangene mit. Die Straftaten interessieren mich überhaupt nicht. Ich will unvoreingenommen mit den Jugendlichen umgehen können. Wenn einer beispielsweise ein Schläger ist, in der Gruppe aber gut mitarbeitet, kann er so unter Bweis stellen, dass er auch andere Werte kennt. 32 Filme sind bislang entstanden. Sozialkritische und phantastische Themen sind dabei im Vordergrund. Viele Streifen wenden sich an Kinder oder thematisieren den Alltag im Knast. Die Ideen kommen von den Gefangenen selbst. Wir arbeiten mit der Auflagetechnik, also ohne die beim Zeichentrick üblichen Folien. Pro Sekunde werden 24 Einzelbilder benötigt. Das heißt: 12 mal die Glasplatte hochheben, Füße, Arme und andere Körperteile bewegen oder austauschen, Glasplatte wieder auflegen, zwei Bilder schießen, Glasplatte wieder anheben. Manchmal bringen wir bis zu zehn Sekunden an einem Abend zusammen. Im Prinzip brauchen wir für einen Film rund zwölf Monate. Bis vor wenigen Jahren haben wir nicht nur komplett auf Film gedreht, sondern auch mit Klebepresse geschnitten und über Projektor mit Tonbandgerät vertont. Inzwischen lasse ich das gefilmte Ergebnis auf Video überspielen und bearbeite den Film mit Casablanca. Auch die Vertonung geschieht jetzt über Computer.
Kosten fallen für die Justiz kaum an. Mehrere Blöcke Zeichenpapier und Plakafarben sind kaum der Rede wert. Auch die Aufwendungen für die benötigten Super-8-Filme sind gering, denn unsere Streifen sind in der Regel nur bis zu vier Minuten lang. Zur Bearbeitung stelle ich meine eigenen Geräte zur Verfügung. Allerdings hat vor einem Jahr meine Nizo 801 deutliche Zeichen von Altersschwäche an den Tag gelegt und ich war froh, eine Beaulieu 6008 gespendet zu bekommen, die wir mit Nahlinse einsetzen. So kann ich hoffentlich noch viele Jahre Filmideen mit den Gefangenen realisieren. Manchmal erreichen mich Jahre nach der Fertigstellung eines Films Anrufe von ehemaligen Straftätern, die sich für die sinnvoll genutzte Zeit bedanken.

Papier, Schere und ...
... viel Liebe für junge Menschen,
das ist das Rezept dieses Erfolges!

Norbert Merz


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Projekte und Aktionen
Vom Quali bis zur Gesellenprüfung,
vom Sonderzertifikat bis zum Patenmodell / Jobscout
Völlig aus dem Zusammenhang und ohne Anspruch auf Vollständigkeit

Straubing:
Eine bessere Zukunft im Auge. Zwölf Gefangene büffelten erfolgreich für Europäischen Computerpass
Auf Du und Du mit Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Datenbank und Internet sind zwölf Gefangene der JVA, die während der letzten zwei Monate in einem Ganztagskurs für den Europäischen Computerpass Xpert Master büffelten.

Herrenwörth:
Elf junge Männer im Alter zwischen 17 und 20 Jahren, die derzeit in der JVA einsitzen, nahmen von Schulamtsdirektor Dr. Gerhard Preisler und Schulleiter Hermann Nieswohl die Zeugnisse über den qualifizierenden Hauptschulabschluss in Empfang.

Ebrach:
16 Gefangene schlossen erfolgreich die halbjährigen Grundlehrgänge Metall-, und Holztechnik in der Justizvollzugsanstalt Ebrach ab.

Kaisheim:
In der JVA Kaisheim wurde bereits zum dritten Mal ein Lehrgang „Telekolleg MultiMedial" angeboten, der zum Erwerb der Fachhochschule führte.
Aus fünf Gefangenen bestand die kleine Lerngruppe, die gemeinsam in einer Ausbildungswohngruppe der Anstalt untergebracht wurde. Alle unterzogen sich den Prüfungen, drei Häftlinge bestanden diese und erhielten den begehrten und schwer erarbeiteten Abschluss der Fachhochschulreife.
Ein Gefangener soll hier noch besonders erwähnt werden. Er absolviert im Laufe seiner längeren Haftzeit zuerst den Kurs zum nachträglichen Erwerb des qualifizierenden Hauptschulabschlusses, anschließend legte er die Prüfung zur Mittleren Reife ab und als Krönung seiner „Karriere“ bekam er nun die Fachhochschulreife zugesprochen. Ein Beweis, dass beharrliches Lernen und Arbeiten auch im Gefängnis zum Erfolg führen kann.

Laufen-Lebenau:
Fußballspiel der Gefangenenmannschaft gegen die A-Jugend-Mannschaft des SV Laufen
Die Sportabteilung der JVA Laufen-Lebenau bemüht sich sehr um Kontakte zu den hiesigen Sportvereinen, um solche Freundschaftsspiele auszutragen; denn der sportliche Wettkampf mit Mannschaften außerhalb des vollzuglichen Alltags hat bei den Insassen einen besonderen Stellenwert.

Herrenwörth:
Zehn jugendliche Häftlinge absolvieren Ausbildung zum Baugeräteführer.

Niederschönenfeld: Patenmodell oder Jobscout.
Ziel ist es, jugendliche Straftäter nach erfolgreicher Lehre in einen Betrieb zu integrieren und so eine gelungene Wiedereingliederung zu gewährleisten. Dazu brauchen wir Paten, die den Strafgefangenen nicht nur bei der Bewerbung bei entsprechenden mittelständischen Firmen unterstützen, sondern auch und vor allem die Begegnung, das Vorstellungsgespräch, die Vorbereitung beider Parteien auf eine zielführende Rückkehr in die Gesellschaft fallbezogen begleiten.
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Fast scheint es, als sei das alles etwas aus dem Zusammenhang gerissen! Aber sind das nicht Projekte und Aktionen, die den Inhaftierten das Handwerkszeug vermitteln und in die Hand geben, um draußen überleben zu können?
Schulische Qualifikation, Berufsausbildung, sinnvolle Freizeitbeschäftigung und Trainieren des Selbstwertgefühls und Selbstvertrauens.


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Rechtspsychologe Georg Wagner verstorben

Am 4. November verstarb nach kurzer schwerer Krankheit der Münchner Rechtspsychologe Prof. Dr. Georg Wagner. 1930 in Alzey/Rheinhessen geboren, studierte er zunächst Mathematik und Pädagogik, nach kurzer Tätigkeit als Volksschullehrer anschließend Psychologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Zunächst war er in der Justizvollzugsanstalt Landsberg am Lech, dann bis zu seiner Pensionierung 1992 in der Justizvollzugsanstalt München-Stadelheim tätig, als Abteilungsleiter unter anderem zuständig für die Sozialtherapeutische Abteilung für Sexualtäter und den Jugendvollzug. 1971 promovierte er über "Psychologie im Strafvollzug", übernahm 1973 einen Lehrauftrag für Rechtspsychologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München und wurde 1985 zum Honorarprofessor ernannt. 1984 veröffentlichte er „Das absurde System. Strafurteil und Strafvollzug in unserer Gesellschaft“, 1987 erschien „Der rationale Wahn. Nuklearaggression und Abwehrsystem“. Von 1987 an veröffentlichte er als freier Mitarbeiter der „Süddeutschen Zeitung“. Das universitäre Wirken von Georg Wagner wurde 2004 durch die Verleihung der Fakultätsmedaille der Münchner Fakultät für Psychologie und Pädagogik gewürdigt. Zu seinem 75 Geburtstag am 14. November 2005 erschien ihm zu Ehren eine Festschrift unter dem Titel „...die im Dunkeln sieht man nicht. – Perspektiven des Strafvollzugs.“

Dr. Willi Pecher


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Kontopfändungsschutz

Das Bundeskabinett hat den seit langem geforderten Entwurf für eine Reform des Kontopfändungsschutzes beschlossen. Guthaben auf einem vom Schuldner eingerichteten Pfändungsschutzkonto sollen in dem Umfang dem Zugriff der Gläubiger entzogen werden, in dem auch Arbeitseinkommen beim Arbeitgeber unpfändbar ist. Bayerns Justizministerin Dr. Beate Merk begrüßte, dass damit das Zwangsvollstreckungsrecht den Gegebenheiten des modernen Zahlungsverkehrs angepasst werden soll. Merk: „Das Zwangsvollstreckungsrecht tut immer noch so, als würden Arbeitnehmer ihr Geld Freitagnachmittag in der Lohntüte abholen. Während beim Arbeitgeber automatisch ein bestimmter zum Leben notwendiger Betrag vor Pfändung geschützt ist, muss bei einer Überweisung auf das Konto des Schuldners stets ein Beschluss des Vollstreckungsgerichts herbeigeführt werden. Das soll sich jetzt endlich ändern."

Bayerisches Staatsministerium der Justiz - (PM 130/07 vom 05.09.07)


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Bernau - Emmaus

Gesprächskreis August 2007
„Wir haben zur Zeit“, so die Aussage einer Gruppen-Teilnehmerin, „ein starkes Thema für unseren Gesprächskreis, der von ca. 25 Männern besucht ist“.
„Und wie wir das gestalten und angehen?“
„Über das Symbol „Weichen“ und mit Hilfe plakativer Reizwörter, wie Irrwege, Umwege, Rückwege, Umkehr, Heimweg oder der Aussage: Klare, gerade Wege statt krumme Touren! versuchen wir über uns und unsere Situation nachzudenken, zu reflektieren.“


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Erlangen

Das Sommerfest in Erlangen fand ich gut, ist halt auch viel Arbeit, die gemacht werden muss. Aber ich denke, auch den Gefangenen hat es schon gefallen und es war halt ein wenig Abwechslung. Ich bin bis zum „Rauswurf" geblieben, gegen 18.00 Uhr wurde der eingeläutet. Glück hatte ich mit der Heimfahrt, wenig Verkehr, und einige Stunden später war die A 73 eine Wasserstraße. Glück gehabt ..., war froh, dass ich daheim war.

Rudi Repges


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Würzburg

Auch wenn die Gruppe zur Zeit den Erfahrungsaustausch und die regelmäßigen Treffen auf Sparflamme fährt, ist die Betreuung der Gefangen gewährleistet. Ein Grund dafür ist sicherlich die Berufstätigkeit vieler Ehrenamtlicher.
Aus meiner persönlichen Erfahrung, so schreibt Richard Hübner, kann ich sagen, die Begleitung der Gefangenen, die Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen der JVA läuft in Würzburg super.
Dass auch bei uns, wie halt überall, die Überbelegung vor allem für die Inhaftierten Problem aufwirft, ist leider Tatbestand. Erfreulich der Mitgliederzuwachs bei der Ini Zelle von ca. 30-40 Studis.

Richard Hübner, KHG-Referent
Hofstallstr. 4 97070 Würzburg
www.khg-wuerzburg.de


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JVA Nürnberg / Lichtenau

Harald Mayer, Sozialpädagoge der Außenstelle Lichtenau, hatte eingeladen und acht Bürgerinnen und Bürger kamen, um sich über den Grundkurs, der von Martin Wolfrum, Sozialamtmann der JVA Nürnberg, und Norbert Merz gestaltet wurde, auf ihre Betreueraufgaben vorzubereiten. Mit einer Begehung der JVA starteten die sehr interessierten Teilnehmer ihre Unternehmung. In zwei weiteren Sitzungen wurde dann der Weg des Inhaftierten vom Einrücken bis zur Entlassung - das Strafvollzugsgesetz als Grundlage - nachgezeichnet, um so die Belastungen des Gefangenen, die der JVA und ein damit verbundenes, mögliches Engagement der Betreuer aufzuzeigen. Die Information und die Auseinandersetzung mit einer nicht ganz einfachen Thematik wurde für die Referenten durch die vielen Fragen sehr erleichtert.

Norbert Merz


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Bayreuth

Die Ehrenamtlichen der JVA Bayreuth hatten Norbert Merz eingeladen, um auf der Basis des LAG-Grundseminars Erfahrungen und Informationen auszutauschen.
So wurden unter anderem diskutiert und hinterfragt: Wie gehe ich mit Klagen der Strafgefangenen um, wie verträgt sich Mitleid mit unserer Aufgabe des Ehrenamtes, welche Möglichkeiten habe ich, bei der Entlassung sinnvoll mitzuwirken, oder was kann der Gefangene selbst tun und was hat Lockerung mit der Straftat zu tun?

Norbert Merz


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Ausgezeichnete Diplomarbeiten

Für ihre Diplomarbeiten mit besonderem Praxisbezug sind Tanja Brandl, Ulrike Ruppert und Leonhard Seidl (von vorne), AbsolventInnen der Evangelischen Fachhochschule Nürnberg, mit Förderpreisen der Stadtmission Nürnberg in Höhe von insgesamt 1550 Euro ausgezeichnet worden. Tanja Brandl stellte „Theoretische, empirische und konzeptionelle Überlegungen zur Förderung der Identifikation von Mitarbeitern in diakonischen Organisationen" an. Ulrike Ruppert befasste sich mit dem „Trägerübergreifenden persönlichen Budget für Menschen mit Behinderung". Leonhard Seidl bekam den Preis für seine Arbeit „Beschriebene Blätter - Kreatives Schreiben mit straffälligen Jugendlichen".


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Straubinger Tagung 2008
Donnerstag, 5., bis Samstag, 7. Juni 2008
Justizvollzugsschule Straubing

Mitgliederversammlung 2008
Samstag, 13. September 2008
In Augsburg / Hotel Riegele, Viktoriastraße 4,
gegenüber Hauptbahnhof



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Gesagt heißt nicht immer gesagt,
gesagt heißt nicht immer gehört,
gehört heißt nicht immer verstanden,
verstanden heißt nicht immer einverstanden,
einverstanden heißt nicht immer angewendet,
angewendet heißt nicht immer beibehalten.

Konrad Lorenz
Verhaltensforscher



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© LAG 2007-11-19