Landesarbeitsgemeinschaft ehrenamtlicher Mitarbeiter im Strafvollzug Bayern e.V.
Ehrenamt-im-Strafvollzug

LAG - Info Nr. 51


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LAG-Info 51   Inhaltsverzeichnis

Auf ein Wort
Bei Ministerin Dr. Merk
Antrittsbesuch in Straubing
Horst Hilger
1628 dankt Horst Hilger
Wie ... wahrgenommen
Gespräch/Besuch
Augsburger Gespräche 2005
... Programm/Referenten
... Referat 1
... Referat 2
... Referat 3
... Und die Presse
Lob / Anerkennung
Grenzenlos
Wie Bürger empfinden
Zum 90. Geburtstag

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  Inhaltsverzeichnis

Verheerend
1628 meint
Dank 70. Geburtstag
Regionen
- Weiden
- Nürnberg
- Amberg
- Landsberg
Empfehlenswert
Frauengasse Bayreuth
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Presseclub
Beitrittserklärung
Termine
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Unser Flyer Zurück zur LAG-Info - Übersicht


Auf ein Wort

Liebes Mitglied, liebe Leserin, lieber Leser!

Eigentlich sollte die LAG-Info von und über die Systematik, die Logik und die daraus resultierenden Schritte berichten, neugierig machen und natürlich Befürworter finden. Schreibe ich in Rätseln?
Es geht um das Projekt „Von der Analyse zur kontinuierlichen ehrenamtlichen Tätigkeit“, das wir mit den Justizministerium und einer JVA zusammen in der Praxis erproben wollen.
Die andere Thematik „Unser Gegenüber“ findet in einigen Überlegungen seinen Niederschlag. Eine ganz spezielle Betrachtung und Beachtung fand die Problematik in den Augsburger Gesprächen 2005. Für das Thema „Spätaussiedler bzw. Russlanddeutsche“ interessierte viele Bürgerinnen und Bürgern. Und die gekommen waren, wurden durch drei hervorragende, sehr informative Referate und Präsentationen für ihren Aufwand nach Augsburg zu reisen voll und ganz entschädigt.
Auch mit der heutigen Ausgabe darf ich wieder an Sie, die Leserinnen und Leser, appellieren uns Sie bitten, sich an der Berichterstattung aus den Regionen zu beteiligen. Jede Information, jeder Hinweis, jede Meinung (mag aus Ihrer Sicht unbedeutend sein!) werden gelesen, geben Impulse und regen zum Nachahmen an und liefern Stoff für neue Ideen, neue Aktivitäten.
Machen Sie es gut!
Ihr
Norbert Merz

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Sehr offenes Gespräch bei Frau Staatsministerin der Justiz, Dr. Beate Merk

Am 1. Februar war es dann so weit. Frau Staatsministerin der Justiz, Dr. Beate Merk, gab uns die Möglichkeit in einem sehr persönliche, sehr offenen Gespräch und in einer guten Atmosphäre die LAG vorzustellen und unsere derzeitigen Anliegen vorzutragen.
Ein Thema - die Fahrtkosten-Erstattung - war schnell erledigt, da uns Frau Merk berichten konnte, dass trotz angespannter Haushaltslage sie diesen Haushaltstitel in voller Höhe (wie im letzten Jahr) und ohne jede Kürzung übernommen hätte und zur Verfügung stünde.
Ein weiterer Punkt war unser Anliegen, den §154 „Bürgerliches Engagement“ stärker und analytischer in den Justizvollzugsanstaltsalltag einzubinden. Dazu unterbreitetet die Vorstandschaft der LAG die nachfolgend aufgeführten Schritte: „Von der Analyse zur kontinuierlichen ehrenamtlichen Tätigkeit“
1. Die Analyse: Was wird gebraucht?
2. Die gezielte Werbung und die kontinuierliche Werbung
3. Der Ansprechpartner - Kontaktperson für die ehrenamtlichen
    (Aufgabe ohne zeitliche Ressourcen!)
4. Die Information: Das erste Gespräch mit interessierten Bürgern
5. Die Grundausbildung (LAG-Konzept und Referenten auf Abruf)
6. Die regelmäßigen Treffen: Der Erfahrungsaustausch eine Notwendigkeit
    und keine Beliebigkeit
7. Die Straubinger Tagung: Der überregionale Erfahrungsaustausch - eine
    gute Einrichtung des Ministeriums
8. Ehrungen: Motivation für die Ehrenamtlichen
9. Auslagen: Eine immer wieder neu verhandelbare Größe?

Anhand der oben aufgezeigte Gesprächspunkten haben wir Frau Dr. Merk, unsere Konzeption ehrenamtlichen Engagements aufzeigen. Unabhängig von den sachlichen Punkten hat das Gespräch mit Frau Ministerin für uns und unsere Mitglieder, für die Ehrenamtlichtätigen enorm motivierende Bedeutung. Letztlich werden durch solche Begegnungen sichtbar, welchen Stellenwert das Ministerium dem Ehrenamt im Strafvollzug zumisst.
Am Gespräch nahmen teil: Dr. Beate Merk, Martin Klotz, Prof. Dr. Arloth, Ragnar Schneider, Margarete Helms, Peter Möller und Norbert Merz. In sachlicher Atmosphäre wurden die Punkte abgearbeitet, beantwortet und die nächsten Schritten festgelegt.
Die Vorstandschft der LAG bedankt sich für dieses Gespräch. Danke Frau Staatsministerin für diese Begegnung.

Norbert Merz

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Beim Chef der JVA Straubing

In einem sehr offenen, partnerschaftlichen Gespräch hatte Norbert Merz (LAG) die Möglichkeit, mit Regierungsdirektor Matthias Konopka, Leiter der JVA Straubing und Regierungsdirektor Ragnar Schneider vom Justizministerium München über denkbare Aktionen zur Gewinnung zusätzlicher ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu diskutieren und über evtl. mögliche ersten Schritte der Werbung, der Ausbildung und der regelmäßigen Begleitung zu befinden.
Diese konzertierte Aktion wurde nicht nur vom Chef der JVA Straubing, sondern auch vom Mann des Justizministeriums begrüßt.

Besuch bei den Ehrenamtlichen:
Falls nicht noch ein Termin dazwischen kommt, wird der Leiter der JVA zum Treffen der Ehrenamtlichen im das Gäuboden Hotel kommen. Für die Ehrenamtlichen wäre das eine große Ehre!

N.M.

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Danke Horst Hilger

Als einen sehr engagierten Kontaktbeamten - damals wusste er noch gar nicht, dass er einer ist - habe ich Horst Hilger kennen gelernt. Bei unserer ersten Begegnung in Straubing (Straubinger Tagung für ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Strafvollzug Bayern) war für mich klar, dass dieser Horst Hilger ein Gestalter, ein Mitreißer, ein Beweger, ein Mann mit einem großem Herzen für die Gefangenen.
Da gab es zur damaligen Zeit bereits einen Stammtisch der Ehemaligen mit Ehrenamtlichen zusammen. Die Ideen einer LAG hat er uns geliefert. Und die Unterstützung für dieses Ziel war uns immer gewiss.
Wenn er sich nun so allmählich auf den Ausstieg vorbereitet, ist das für ihn eine tolle Sache. Wenn er nun mehr für uns nicht mehr zur Verfügung steht, ist das für uns traurig.
Hätte ich einen Wunsch frei, so wünschte ich mir, dass uns (den Ehrenamtlichen) Horst Hilger von Zeit zu Zeit aus seiner reichen Erfahrungen die eine oder andere Geschichte, den einen oder anderen Hinweis und die eine oder andere Unterstützung für unsere Arbeit bereithalten würde. Die LAG-Info wäre dafür eine gute Plattform.
Danke und alles, alles Gute für Deinen nächsten Lebensabschnitt. Wir schätzen Dich sehr und hoffen auf einige Ergüsse aus Deiner Erfahrungskiste.
Norbert Merz

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16 28 dankt Horst Hilger

Horst Hilger hat sein Amt als Kontaktbeamter für die Ehrenamtlichen an der JVA Augsburg an Frau Schabert übergeben. Horst Hilger geht in den wohlverdienten Ruhestand. Wie schon im Heft Nr. 48, bei Friedhelm Schneiders Ausscheiden „angedroht“, hier ein paar sehr persönliche Zeilen, nicht über, sondern „für“ Horst Hilger.

Lieber Horst, vor nahezu 30 Jahren trafen wir uns in der JVA Augsburg. Na ja, „trafen“, ist wohl nicht der richtige Ausdruck. Du hattest einen Schlüssel, ich hatte keinen! Ich komme direkt ins Schwärmen, wenn ich an den damaligen Sozialdienst in der JVA denke: Hildegard Mayer, Friedhelm Schneider und Du. Ich glaube, ich hatte einfach ungeheures Glück, Euch zu begegnen. Ein guter Sozialarbeiter ist prima, zwei gute Sozialarbeiter in einer Anstalt ist optimal, aber gleich ein „Dreigestirn“! Ein hoffnungsloser Fall von einem Gefangenen, wenn er es dann nicht schafft!! Schon Deine Gruppenarbeit mit uns Inhaftierten, war für mich etwas ganz neues, etwas ganz anderes – ich hatte so was noch nie erlebt. Zugegeben, bei den ersten Abenden war ich schon recht verunsichert. Was will der von mir? Warum soll ich meine geheimsten Gedanken über mich, über mein Tun, über mein momentanes Befinden vor allen Anderen in der Gruppe auslegen? Nach einigen Wochen kam bei mir aber dann doch die Erkenntnis: Haftzeit – Freizeit – schönes Leben ist nicht alles, mit dem sich unser „Denken“ befassen sollte – vor allem nicht in unserer Situation. Unsere Welt hat noch so viel zu bieten, worüber es sich zu sprechen lohnt.
Wie sagtest Du damals: Zuerst musst du wissen, wer du bist, wer sich selber gefunden hat, findet auch Andere – wie wahr!
Auch Deine Art, neue Wege in der Wiedereingliederung zu gehen, war für mich recht beeindruckend. Dein Wunsch, ich sollte nach meiner Entlassung aus der Haft weiter zu den Gruppenabenden in die JVA kommen, um über meine Erfahrungen bei der Entlassung und hauptsächlich „danach“ zu berichten, bin ich nur allzu gern nachgekommen. Ich glaube, für mich war das sehr, sehr wichtig. Ich hatte eine Aufgabe, die die Vergangenheit mit der Zukunft verband. Nur, wann hatte es so was schon gegeben? Ein Entlassener kommt abends in die JVA und berichtet ...!!
Übrigens, meine Entlassung auf Bewährung, die Du durch „private“ Kontakte in die Wege geleitet hast, sehr zum „Verdruss“ der Anstaltsleitung, war auch so ein „Hilger-Weg“. „Neuland“ war auch die Gründung unseres „Stammtisches“ für Entlassene, Hauptamtliche und Ehrenamtliche im September 1977. (Für Außenstehende: Der Stammtisch besteht heute, 2005, noch immer!)
Ein High-Light war das Wochenende in Rommelsried 1978. Gefangene – Entlassene – Hauptamtliche und Ehrenamtliche waren eingeladen. Damals kaum vorstellbar! Aber Du machtest den Anfang.
Unvergessen für mich: Das 3-Tage Abschlussseminar 1978 in Lechbruck für den Grundkurs neuer ehrenamtliche Mitarbeiter im Strafvollzug (1978 ein ganz neuer Begriff). Auf Deinen Vorschlag habe ich bei dieser Tagung das Erstemal vor einem größeren Kreis über die Erlebnisse in meiner Haftzeit, aber auch nach der Entlassung berichtet. Einer der „Neuen“ war übrigens Dr. Werner Graeser, der – ganz nebenbei - in diesen Tagen 90 Jahre alt wird!
Den Vortrag aus Lechbruck habe ich auf Dein Anraten einige Jahre später bei der Straubinger Tagung – natürlich überarbeitet – wiederholt. Seit dieser Zeit bin ich in die Tagung eingebunden.
Durch dieses „Eingebundensein“ in die ehrenamtliche Tätigkeit, hast Du mir die Möglichkeit gegeben, meine Haftzeit zu verarbeiten – ja, die Haftzeit nachträglich, durch das Erzählen darüber, aufzuwerten. Ob Straubinger Tagung, Vorträge über die Haftzeit, Seminare in und mit den JVA`s oder unsere Mitarbeit bei der Diakonie Augsburg – wenn Du dabei warst, hatte ich immer das Gefühl, einer guten Sache zu dienen.
Erinnerst Du Dich noch an die Einladung Ende der 70er nach Landsberg in die JVA? Friedhelm Schneider hatte seine Stelle als Sozialarbeiter dort angetreten und uns, Werner, Dich und mich, zu einem Gruppenabend der „Kontaktgruppe“ eingeladen. Vor Gefangenen und Ehrenamtlichen haben wir damals über unsere Arbeit in Augsburg berichtet. Wenn ich nun bedenke, dass ich seit 8 Jahren die Tradition der „Kontaktgruppe“ in Landsberg weiterführe. Welchem „Ehemaligem“ ist so etwas vergönnt?
Und da komme ich wieder zurück zum Stammtisch (Stammtisch, weil wir uns bewusst in der Öffentlichkeit treffen wollten, nicht in einem Hinterzimmer oder sonstigen abgeschirmten Räumen). Dieser Stammtisch war und ist für mich die Keimzelle vieler, vieler Ideen und Aktionen. Auch Dr. Werner Graesers Vorschlag, die Ehrenamtliche müssten sich Bayernweit zusammentun, wurde hier geboren. Dass diese Gruppe einiges angeschoben hat, dass diese Gruppe Ausgangspunkt vieler
Überlegungen war und ist, ist Dein Verdienst, ist das Resultat Deiner Arbeit als Sozialpädagogen der JVA Augsburg.
Dein Wirken hat Spuren hinterlassen, die noch Generationen die Richtung weisen. Was 1977 „neu“ und „unvorstellbar“ war, ist heute vielfach gängige Praxis. Ich bin stolz, dass ich dabei sein konnte und ich war und bin gerne dabei.
Im Namen aller Gefangenen, Entlassenen, Ehrenamtlichen und vielen Hauptamtlichen sage ich Danke für Dein Wirken und für Dein „Da sein“ für unsere Anliegen.

Ich persönlich sage Dir ein aufrichtiges und ehrliches „Vergelt`s Gott. Lieber Horst, Du bist für mich Lehrer, Vorbild und Freund!
Dein A. (16 28)


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Wie werden wir, Ehrenamtlichen von den Gefangenen wahr genommen?

Auf der Titelseite wollte ich mit der Headtline „Unser Gegenüber“ auf die Thematik; „Der Gefangene und ich“ oder „Wie nimmt uns ein Gefangener wahr?“ aufmerksam machen.
Hören wir doch nach einem Besuch einfach einmal in uns hinein. Je nachdem wie wir uns fühlen, wie unser Wohlbefinden ist, werden wir mit dem Besuch, mit dem Gespräch zufrieden oder traurig sein. Wir werden traurig sein, weil unser Gegenüber nur mit enorm negativer Gereiztheit „geantwortet“ und rum gemault hat. Wären wir selbst in einer Ausgeglichener Stimmung hingegangen, dann hätte wir die Situation anders erfasst, entsprechend reagiert und dem Ganzen eine ganz andere Richtung gegeben.
Ob das schlimm sei? Nein, ich bin nicht jeden Tag gut drauf, ich habe meine Probleme in der Arbeit, in der Familie. Warum soll mich mein Gegenüber nicht gereizt, genervt, verzweifelt erleben.
Ich meine, dass wir uns so geben sollten, wie wir sind, und uns nicht verstellen sollten.
Wenn wir nun unser gegenüber auch noch - so weit möglich - eine Begründung dafür geben, dann vermitteln wir ohne ihn die Wertschätzung, die er für seine „Resozialisierung“ dringend braucht.
Weil er schlecht drauf ist, heißt das noch lange nicht, dass er mich nicht will, dass er mich nicht braucht?

Er darf Mensch sein!
„Endlich habe ich ein Gegenüber“, sagte mir einmal ein Gefangener, „mit dem ich reden kann, ohne dass mir mein Verhalten gleich minus Punkte einträgt. Selbstverständlich tut es mir dann, wenn ich wieder in der Zelle bin, leid, dass ich Ihnen meinen ganzen Ärger übergestülpt habe!“
Oder ein anderer Gefangener sagte einer Betreuerin kurz vor seiner Entlassung: „Ich möchte mich sehr, sehr herzlich bei ihnen für die Besuche, für das Zuhören und für die Anteilnahmen an meinen Leben bedanken. Ganz besonders möchte ich ihnen dafür danken, dass sie mich nicht mit der Bibel erschlagen haben!“
Wie nehmen wir die zwei Beispiele?
Er nimmt uns als mitfühlende, mitdenkende, reagierende Menschen wahr, die ihm das Gefühl geben, er sei auch noch etwas wert.
Ein U-Häftling schreibt über seine Einsamkeit: „Am Abend im Bett haben die allgegenwärtigen „Wieso-weshalb-warum-Fragen" Zeit, ungestört meine Gehirnwindungen in Anspruch zu nehmen. Über das Leben und wie das zustande kam, nachzudenken, ist gut, du darfst dabei nur nicht übertreiben, Man kann sich durch Gedanken auch selbst verrückt machen; Sobald ich bei der Erkenntnis - mein Leben sei doch eigentlich ganz cool und Knast ist schließlich auch nur eine Lebenserfahrung - angekommen bin, kann ich mich beruhigt umdrehen und schlafen - die schönste Beschäftigung der Welt. Nur im Schlaf ist alles so wie es sein sollte.
Und wenn wir nun diesem U-Häftling Gesprächspartner sein würden, bekämen dann seine Gedanken nicht Gestalt und Realität?
U-Haft bedeutet an den Nerven zehrende Ungewissheit. Mit enorm viel Zeit für sich ohne ernsthafte Ablenkung. Ja, Fernsehen, das eine oder andere Spiel (Schach, Backgammon), Zeitungen, einkleiner Plausch mit den Mitgefangenen, ein Gespräch mit einem Beamten! „Das Schlimmste ist, dass es keine Arbeit gibt", sagte ein Gefangener.
Solange die Mutter, die Frau, die Geschwister kommen, ist noch alles in Ordnung. Was dann wenn die Bezugspersonen ausbleiben?
Ungewissheit, Langeweile, als sinnlos empfundene Einschränkungen, selbstquälerische Schuldvorwürfe, mitgebrachte Aggressionen.
Ich muss jemanden haben, mit dem ich über mich, über mein Leben, meine Zukunft, meinen Ärger, meine Angst, über Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit reden kann.
Während meiner Betreuerzeit in der U-Haft lernte ich einen Mann kennen, der bereits drei Jahre U-Haft auf dem Buckel hatte.
Die Arbeitsstelle ist weg, die Welt auf acht Quadratmeter Zellengröße zusammengeschrumpft.
Quälende Fragen: Zukunft? Wird sich die Frau draußen einen anderen suchen? Was wird aus den Kindern? Wie konnte es so weit kommen?
Ein Tag U-Haft ist elend lang. Nur eine Stunde dürfen die Gefangenen zum Hofgang raus, eine weitere Stunde gibt es Aufschluss. 30 Minuten wöchentlich darf Besuch kommen - unter Bewachung und abgetrennt durch hohe Scheiben, damit keine Drogen und Handys eingeschmuggelt werden können.
„So läuft in den Zellen rund um die Uhr die Glotze, die Nacht wird zum Tag, der Tag verschlafen“, sagte ein Vollzugsbeamter.
Die Zeitung berichtet: Sechs Gefangenen konnte vor einigen Tagen bei einer kleinen Feier im Schulzentrum der JVA der Gesellenbrief überreicht werden. Acht weitere Gefangene nahmen in ihre Freizeit erfolgreich an einem elfmonatigen CAD-Zertifikatskurs teil.
Und was hat der Gesellenbrief, der Qualifizierungserfolg mit uns zu tun?
Sehr viel! Die Leistung, die diese Gefangenen erbracht haben, braucht Anerkennung. Wann hat er diese Anerkennung je erlebt, je genießen können? Wann hat er das Gefühl des Lobes, des Geehrt Werdens, des im Mittelpunkt Stehens auskosten können? Erfolge mit ihm zelebrieren!
Darf unser Gegenüber so etwas von uns erwarten?
Wie Günther hatte Bernhard „draußen" mit Basteln nichts am Hut. Das Hobby haben sich beide erst in der JVA zugelegt. „Man muss etwas finden; das einen herausfordert", sagt Günther.
Ein Ehrenamtlicher macht es möglich, dass Günter seine Herausforderung bekommt. Der Ehrenamtliche bietet an, lockt die Neugierde, gibt kleine motivierende Hilfestellungen und verschafft dem Gegenüber einen großen persönlichen Erfolg.
Die Arbeitslosigkeit ist vor allem für diejenigen Gefangenen in der Strafhaft belastend, die viele Jahre hinter Gittern leben müssen. Eine Stunde Hofgang, Zellenputzen, Essen - die meiste Zeit am Tag ist nichts zu tun.
Da sind die Freizeitangebote einer Studentengruppe hoch willkommene Abwechslung. Mensch begegnet Mensch!

Mein Gegenüber wird kommunikativ gefordert.


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Das Gespräch mit oder ein Besuch bei einem Gefangenen

Das Gespräch mit oder der Besuch bei einem Gefangenen ist so gut wie meine Vorbereitung auf dieses Gespräch, auf diesen Besuch!

Das Gespräch
... ist so gut, ist so ehrlich und überzeugend, wie die Antwort, die ich mir auf die Frage gegeben habe: „Warum stelle ich mich als Betreuerin, als Betreuer zur Verfügung!"
... ist so gut, wie ich die Tugend des Zuhörens beherrsche!
... ist so gut, wie die Gabe, gemeinsam Lösungen zu entwickeln (keine „Kochrezepte“) und das Gegenüber zur selbstständigen Umsetzung zu gewinnen und zu motivieren.

- Betreuung, Besuch, Gespräch ist Anteilnahmen an der Situation.
- Betreuung, Besuch, Gespräch ist nicht mitleiden oder bedauern.
- Betreuung, Besuch, Gespräch ist mitarbeiten an einer straffreien Zukunft.

Vier Botschaften
Jede meiner Äußerungen enthält, ob ich will oder nicht, vier Botschaften gleichzeitig:
- Eine Sachinformation (worüber ich spreche, informiere, erzähle)
- Eine Selbstkundgabe (was ich von mir zu erkennen gebe)
- Einen Beziehungshinweis (was ich von dir halte und wie ich zu dir stehe)
- Einen Appell (was ich bei dir erreichen möchte)

N.M.


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Augsburger Gespräche 2005

... Programm / Referenten

Russlanddeutsche
Integration – Straffälligkeit - Wiedereingliederung
- Deutsche ohne Sprache -

Begrüßung durch Abt der Benediktiner Abtei St. Stephan,
Dr. Emmeram Kränzl

Eröffnung der Gespräche und Einführung in das Thema durch
Norbert Merz, Vorsitzender der LAG

Handlungsstrategie im Umgang mit Spätaussiedlern in bayr.
Justizvollzugsanstalten
Bericht einer Arbeitsgruppe
Ragnar Schneider,
Regierungsdirektor im Bayerisches Staatsministerium der Justiz

VIB - Parkstadt,
Integrationsarbeit in Donauwörth Stadtteil „Parkstadt“
Jörg H. Fischer,
Bürgermeister Donauwörth

Mentalität: Grund für die Verschlossenheit
Eine Betroffene berichtet
Anna Hofart,
Ehrenamtliche Mitarbeiterin der JVA Eichstätt


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... und die Presse

Augsburger Allgemeine Zeitung, 14. 3. 2005
Gefängnis-Subkultur jenseits der Regeln

Ehrenamtliche im Justizvollzug diskutieren in Augsburg „brennendes Problem“ mit russlanddeutschen Häftlingen
von Günter Bartsch

Augsburg - Eine Subkultur macht sich in deutschen Gefängnissen breit: Gestützt auf ein System von Gruppendruck und Gewalt, errichten inhaftierte Spätaussiedler aus den ehemaligen Sowjetrepubliken einen abgeschotteten „Staat im Knast". Wer nicht mitmacht gilt als Verräter, wird gedemütigt und bedroht – Gewalttaten russlanddeutscher Häftlinge stehen auf der Tagesordnung. Über Gegenstrategien für diese Entwicklung diskutierte die „Landesarbeitsgemeinschaft ehrenamtlicher Mitarbeiter im Strafvollzug Bayern" bei ihren fünften Augsburger Gesprächen".
Von „einem der brennendsten Themen des Justizvollzugs" sprach Ragnar Schneider. Regierungsdirektor im bayerischen Justizministerium. Zwar seien die „Russlanddeutschen" - so die umgangssprachliche Bezeichnung für die Spätaussiedler - nicht überproportional an Straftaten beteiligt. In den Gefängnissein seien sie jedoch als Problerngruppe auffällig. Ihre Subkultur basiere auf einem gefährlichen Ehrenkodex in der Tradition russischer Krimineller: dem „Gesetz der Diebe". Es beinhalte einen bedingungslosen Zusammenhalt und ein streng hierarchisches System. Zusammenarbeit mit dem Justizvollzug werde hier nicht geduldet, so Schneider „Staatliche Regeln gelten nicht."
Laut Statistik seien russlanddeutsche Straftäter kaum mehr als andere Personengruppen an Gewaltverbrechen beteiligt. Deutlich sei der Unterschied hingegen bei den Disziplinarmaßnahmen innerhalb der Haftanstalten, die auf Russlanddeutsche aufgrund ihres Verhaltens fast doppelt so häufig angewandt werden. Laut Schneider ließe sich das Problem mindern, wenn die Gruppenbildung behindert werde: So sei es wichtig, die hierarchischen Strukturen zu erkennen, Führungsköpfe herauszufiltern und zu isolieren. Informationen über Häftlinge müssten dafür unter den Anstalten ausgetauscht werden, auch Tätowierungen könnten Rückschlüsse auf die Stellung in der Gruppe geben. Darüber hinaus gelte es, ein Vertrauensverhältnis zu den Gefangenen aufzubauen. Hier könnten angesichts des Misstrauens vieler Gefangener gegenüber staatlichen Stellen gerade die Ehrenamtlichen viel erreichen. Insbesondere sozial integrierte Spätaussiedler, welche dieselbe Sprache sprechen, aber andere Werte vermitteln könnten, würden hier gebraucht.
Dass es gar nicht zur Straffälligkeit kommen muss, zeigte der Donauwörther Bürgermeister Jörg Fischer. Unter seiner Federführung entstand das Programm „VIP", das für „Vorurteile abbauen, Integration fördern, Beziehungen aufbauen" steht Der Fokus lag auf dem Stadtteil Parkstadt, wo rund ein Viertel der 4200 Bewohner Aussiedler sind - ein sozialer Brennpunkt. Um jugendliche Russlanddeutsche „von der Straße zu holen", richtete die Stadt gemeinsam mit der Diakonie und anderen Partnern einen Jugendtreff ein, informierte über Arbeitsmöglichkeiten, sorgte für Sportangebote, Deutschkurse, eine Hausaufgabenhilfe und organisierte Gemeinschaftsaktionen wie den „Herbstputz“.
Um Vorurteile abzubauen, fanden Infoabende statt. Fischer selbst machte sich als Streetworker auf den Weg, schlichtete Konflikte zwischen jugendlichen und Anwohnern, warb um Verständnis und machte den Jugendlichen klar, dass sie bestimmte Normen einhalten müssen. Dass er als Soldat Russisch gelernt hatte, half ihm dabei. Zustimmung für „VIB" gab es bei den Russlanddeutschen wie bei der übrigen Bevölkerung. Gründe für die Verschlossenheit vieler Russlanddeutscher fand die Dolmetscherin Anna Hoffart. Die ehrenamtliche Mitarbeiterin der JVA Eichstätt ist selbst Spätaussiedlerin. 1989 kam die Sportlehrerin mit ihrer Familie nach Deutschland und erlebte am eigenen Leib die Schwierigkeiten der Einreise. Nicht nur mangelnde Sprachkenntnisse, auch viele unbekannte Verhaltensweisen machten ihr zu schaffen. „Die wenigen Worte Deutsch reichen häufig nicht aus, um sich zu verteidigen", so Hoffart. „Viele kapseln sich in dieser Situation ab, Sie trauen sich nicht unter Deutsche, haben Angst vor Diskriminierung."
Innerhalb der Gruppe der Russlanddeutschen sei das anders: Hier herrsche ein starker Zusammenhalt. Aus dieser Solidarität resultiere auch das Problem in den Haftanstalten: Wer petzt, gilt als Verräter. Lieber nimmt man selbst Schuld auf sich, um einen anderen Russlanddeutschen zu schützen. Und das Vertrauen zur Staatsgewalt fehle aufgrund schlechter Erfahrungen in der UdSSR oft völlig: „Polizei, das war immer die andere Seite." Deshalb reiche es nicht allein, Russisch zu sprechen, sagt Hoffart. Um ein Vertrauensverhältnis zu den Häftlingen herstellen zu können, „muss man die Mentalität beherrschen“.

Bürgermeister als Streetworker


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Lob / Anerkennung

Großes Lob und große Anerkennung für Margareta und Alfred Helms!
Von Saal mit Technik und Bestuhlung über Zeitschriften-Tisch, Kaffee, Tee und Gebäck bis zu Saal ordentlich und sauber am Sonntag wieder an das Kloster übergeben!
Vielen, vielen Dank!

... leider konnte ich nun doch nicht nach Augsburg kommen. Das Wetter hat mir einen Strich durch die Rechnung gemacht. Wir sind gerade mal bis nach Schwabach gefahren, als wir endgültig kapituliert haben.

Präsident des Landgerichts Augsburg
Sehr geehrter Herr Merz,
mit Freude habe ich von dem Erfolg Ihrer Veranstaltung in der Augsburger Presse gelesen. Leider musste ich wegen eines Anschlusstermins, den ich in München wahrzunehmen hatte, Ihre Gesprächsrunde zu früh verlassen.
Als Ansprechpartnerin für das Thema Bewährungshilfe darf ich Ihnen die Leitende Bewährungshelferin benennen. Sie ist in dem Projekt "Russlanddeutsche" sehr engagiert und wird Ihre Fragen gerne beantworten.

... das war eine schöne Tagung, alle drei Beiträge -- danke schön.
Mir war die Pause vor der Diskussion zu lang und die Diskussion danach zu kurz -- andersrum wäre es besser gewesen, und das ist die einzige Kritik.
Mein Vorschlag -- bringen Sie davon etwas nach Straubing, und gleich noch einer: Wir Ehrenamtlichen können nicht gut genug Russisch lernen, wohl aber vielleicht den vielen Ganz- oder Fast Analphabeten helfen. Wäre das nicht ein gutes Thema? Ich kenne das Problem ja aus meiner Bekanntschaft mit einem Zinti -- alle meine Versuche zur Kontaktaufnahme bleiben - aus "Sachzwängen" -- ergebnislos, aber der Mann ist Kraftfahrer und sollte wenigstens die Ausfahrten erkennen können!

Vielen herzlichen Dank für den gestrigen Tag. Wir waren sehr angetan davon, wie gut sich jeder einzelne von Ihnen sich vorbereitet hatte und die Thematik interessant und informativ vermittelte. Ihre herzliche Art die Menschen miteinander zu verbinden gab dem Ganzen einen sehr freundlichen Rahmen.
Danke auch dafür und für Ihre Arbeit.


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Zum 90. von Dr. Werner Graeser

Man muss sich schon anmelden, in seinem Wohnheim, um ihn anzutreffen, Dr. Werner Graeser ist immer auf Achse! Wer erwartet hat, er sitzt in seinem Wohnzimmer im Sessel und schaut zum Fenster raus, der kennt ihn nicht. Gut, mit der Betreuung von Strafgefangenen hat es ein Ende, die Wege wurden einfach zu weit. Er hat andere Aufgaben übernommen, im Senioren-Wohnheim „Schlößle“ in Stadtbergen: Heimbeirat und Redaktionsmitglied der „Schlößle-Post“, der Hauszeitung sind nun seine großen Hobbys (wieder Zeitung, er kann es nicht lassen!) Dr. Werner Graeser ist der typische Senior, keine Zeit und immer unterwegs.

Vor nahezu 30 Jahren begegneten wir uns. Auf der Suche nach einer geeigneten Tätigkeit nach einem Arbeitsleben, stieß er auf uns, die Augsburger Gruppe der ehrenamtlichen Mitarbeiter im Strafvollzug. Unter dem Dach der Diakonie hatten wir uns zusammengeschlossen. Dr. Werner Graeser war vom ersten Tag an eine Bereicherung für unsere Gruppe, vor allem aber für unseren Stammtisch. Noch bis vor ein paar Jahren, als wir uns noch alle 14 Tage trafen, gehörte er zum harten Kern dieser Einrichtung.

Was hat Dr. Werner Graeser in den fast 30 Jahren seines Wirken mit und für die Ehrenamtlichen – aber auch für die Gefangenen alles bewirkt! Unterstützt, aber manchmal auch kritisch begleitet von Horst Hilger, dem zuständigen Sozialpädagogen der JVA Augsburg, wurden neue Wege beschritten, die für uns alle heute noch von Nutzen sind, ja die wir nun als „selbstverständlich“ ansehen. Einiges nur: Gruppenausgänge mit Gefangenen und Ehrenamtlichen, Mitbegründung der LAG, Mitgestaltung der Straubinger Tagung, „Taufpate“ der LAG-Info, Initiator der Verfassungsklage wegen zu geringer Arbeitsbe- oder Entlohnung von Gefangenen, Täter – Opfer – Ausgleich, Hauptanliegen aber auch das Ansehen der Bediensteten und der Ehrenamtlichen im Strafvollzug in der Öffentlichkeit. Als Vorstandsmitglied der LAG hat er dieses Problem oft angesprochen – auch im Justizministerium.

In guter Erinnerung ist uns noch, wie Dr. Werner Graeser für die ersten „Augsburger Gespräche“ buchstäblich von Haus zu Haus gegangen ist um dafür zu werben. Alles, was in Augsburg bei der Justiz oder bei den Kirchen Rang und Namen hatte, wurde per Handschlag eingeladen – „die müssen uns kennen, dann kommen sie auch ....

Das „Tun“ von Dr. Werner Graeser blieb natürlich auch den „Oberen“ nicht verborgen. Er ist Träger des „Bundesverdienstkreuzes“ und des „Goldenen Kronenkreuzes“ der Diakonie, Auszeichnungen, die beweisen, dass Dr. Werner Graeser für das Gemeinwohl und für seine „Schutzbefohlenen“ erhebliches geleistet hat. Uns würde es nicht wundern, wenn seine jetzigen Aktivitäten im „Schlößle“ nicht auch noch ein „Nachspiel“ haben würde.

Lieber Werner, Marga und Alfred wünschen Dir für die nächsten Jahre Gesundheit und Kraft für das, was Du noch alles machen möchtest. Übernimm Dich nicht und lasse alles langsam angehen. Wir danken für Deine Freundschaft all die Jahre. Wir sind froh, dass es Dich gibt.

Marga und Alfred

* Nachspiel = Ehrung


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1628 meint

„Wir warten ....“
Ein Beamter an der Pforte der JVA versah seinen Dienst mit solcher Genauigkeit, dass wir, ein paar Ehrenamtliche, es nicht schafften, pünktlich unseren Gruppenabend mit den Gefangenen zu beginnen. Eine halbe Stunde später als sonst hatten wir dann doch unser Ziel, den Schulungsraum, erreicht. Die Teilnehmer aus der JVA meinten nur, warten seien sie ja gewohnt – warten auf dies und das, warten auf den und jenen, warten auf die Entlassung. „Wir warten schon, bis ihr kommt, was sollen wir auch sonst machen“, sagte einer.
Aus meiner eigenen Haftzeit weiß ich, warten ist Bestandteil der Haft, ja das Warten ist die Haft. Dieses sinnlose Warten und die Zeit verrinnt und versickert. Ich hatte das Gefühl des nutzlosen Wartens schon vergessen, doch jetzt holten die Erinnerungen mich wieder ein, nur durch eine halbe Stunde in der Torwache der JVA. Schlagartig war es wieder da: Machtlos zusehen müssen, bis irgendjemand irgendwo etwas entscheidet, was dich betrifft, wie mit dir weiter „verfahren“ wird.
Damals, vor 1977 gab es für mich viele solcher Situationen: Anträge abgeben und warten - Bitten einreichen und warten - Beschwerden verfassen und warten - Auf Post warten, auf Besuch warten, auf Beschlüsse vom Gericht warten und die Wochen – Monate – Jahre vergehen – unerbittlich verstreicht die Zeit, deine Zeit, ein Teil deines Lebens! Man könnte versucht sein, die Haftzeit als „Wartezeit“ zu bezeichnen.
Machen wir uns doch nichts vor, auch unser Tun, die vielen Angebote der Ehrenamtlichen, dienen hauptsächlich dazu, das Warten auf die Entlassung erträglicher zu machen, die Zeit mit scheinbarer Geschäftigkeit zu überlisten, und das gelingt auch oft.
Was kann ein Gefangener in einer geschlossenen Anstalt schon viel unternehmen um der geistigen Verblödung zu entgehen? Unsere Einzelgespräche, Gruppenabende und sonstiges, sind für viele Gefangene der einzige Kontakt zur „Außenwelt“. Die Welt der Gefangenen ist recht klein und erheblich eingeschränkt. Trotzdem sind viele bestrebt, sich mehr oder weniger zu beschäftigen und sich abzulenken. Lesen, Schreiben, Freizeitveranstaltungen besuchen, reicht das, um sich geistig fit zu halten? Weiterbildung, Berufsausbildung, Kurse der verschiedensten Arten, sind auch gefragt. Das Warten auf die Entlassung wird durch solche Möglichkeiten der geistigen und auch körperlichen Betätigungen erheblich abgemildert. Das reine Warten früherer Zeiten, nur unterbrochen von harter Arbeit, ist seit geraumer Zeit, dem Herr sei dank, ja entgültig vorbei.
Einige Ehrenamtliche unserer Gruppe meinten, die Gefangenen sollen auch über das Verwerfliche ihrer Tat und auch über ihre Opfer nach denken, Zeit hätten sie ja nun.
Ich war lange in Haft, vieles, oben geschriebene habe ich aus Sicht eines Gefangenen erlebt. Auch über meine Taten und die Opfer habe ich „nachgedacht“. Glauben Sie mir, nach 14 Tagen „intensiven Denkens“ war das Problem für mich abgehakt (bei Personenschäden kann das anders sein). Mit der Länge der Haft, verliert der Bezug zur Straftat ständig an Bedeutung. Was bleibt, sind Jahre des Wartens auf die Entlassung.
Wer aber glaubt, mit der „Entlassung“ ist nun das Ziel allen Wartens erreicht, sieht sich sehr schnell getäuscht. Die räumliche Einengung ist zwar beendet, die grenzlose Freiheit aber noch in weiter Ferne. Mit Bewährungsauflagen (Führungsaufsicht), Wohnung suchen, Arbeit suchen, sich langsam wieder zurecht finden, geht das Leben eines Entlassenen, jetzt „Vorbestraften“, mit warten auf bessere Bedingungen, weiter – meist Monate und noch zig zig Monate!!
Seid Jahren betreue ich einen Haftentlassenen, meine Haftzeit war gegen seine Kinderkram. Er war in der JVA schon krank, sein gesundheitlicher Zustand hat sich in keiner Weise verbessert , wie sollte er auch, er hat Asthma und raucht weiter. M. hat eine kleine Wohnung, braucht einen Pflegedienst, auch „Essen auf Rädern“, er wartet aber darauf dass er wieder ganz gesund ist. Sein „Warten“ hat sich nur auf eine andere Ebene verlagert.
Immer wieder meinen Gefangene: „Wenn das Warten auf die Entlassung mal ein Ende hat, dann mache ich Draußen das und das ....., und alles ist prima. Sie vergessen nur , dass sie sich selber mitnehmen müssen. Der „Entlassene“ ist der Selbe, der die Straftaten begangen hat, der in der JVA war und der nun mit seinen ganzen Fehlern und Unzulänglichkeiten vor dem Gefängnistor steht. Hat er seine Entlassung nicht eingehend vorbereitet, hat er keinen Helfer oder Begleiter, weiß er nun nicht wohin, wo schläft er heute Abend – auf „was hat er dann die ganze Zeit“ gewartet? Auf ein Wunder? Dann braucht es nur noch kalt sein und es regnet ....!
Ich will ja unsere Arbeit nicht gerade überwerten. Wichtig ist aber schon, dass wir möglichst viele Gefangene ansprechen und das „Warten“ mit Inhalten füllen. Gespräche führen, bei Problembewältigung helfen, anspornen, eigene Fähigkeiten auszubauen, und dann das A + O : Die Entlassung vorzubereiten, bis ins Kleinste, nicht dem Zufall überlassen, alle Möglichkeiten aufzeigen!
Aus dem reinen „Warten“ muss ein Hinarbeiten auf die Entlassung aus der Haft werden so dass sich das „Warten“ am Ende auch lohnt.

Ihr 16 28


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Danke für die Wünsche zum 70. Geburtstag

Euer N. M.


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Weiden

Am Samstag (26. 2. 2005) kurz vor 8:30 Uhr waren sie wieder geschlossen da, um den letzen theoretischen Schritt hin zur Betreuung zu machen. Wie sagte einer: „Aber bei unserer nächsten Zusammenkunft (6. April) wird es Ernst und wir werden dann doch wohl unsere erste Begegnung mit Gefangen haben.“
Schließlich fand die Führung durch die JVA im Januar ohne Gefangene statt (Einschluss!).
Eine sehr motivierte Gruppe stellen sich der Herausforderung, straffällig gewordene Menschen in die Freiheit ohne Rückfall zu begleiten.
Der letzte Tag der Ausbildung wurden im Rahmen des Grundseminars die drei am Strafvollzug Beteiligten noch einmal mit all ihren Fassetten, ihren Stärken und Schwächen und den Rechten und Pflichten aufgezeigt. So war die Justizvollzugsanstalt mit ihren Bediensteten, die Ehrenamtlichen und natürlich der Gefangen ein Thema. Thomas Hartmann (Kontaktperson) und Norbert Merz moderierten das Seminar.

Sehr interessant war: Alle, die im Herbst an der ersten Veranstaltung, dem sogenannten Informationsabend teilgenommen hatten, nahmen auch am Grundseminar teil.
So sind‘s die Oberpfälzer!
Norbert Merz


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Nürnberg

Interessante Informationen aus den Jahresberichten (2004) des AK Reso:

Partner-Treffen
Der Partnertreff kam auf sehr intensives Betreiben von Hannelore Stingl zustande.
Einmal im Monat (1. Samstag von 11.30 Uhr bis 14.30 Uhr) treffen sich vier Ehrenamtliche mit zehn bis zwölf Paaren und deren Kinder (bis zu zehn Kinder im Alter von drei bis vierzehn Jahren) zum Gespräch, zur Information, zur Problembewältigung. Oder einfach den Paaren die Möglichkeit zu geben, über drei Stunden verhältnismäßig ungestört zusammen sein zu können.
Die Botschaft (Plakate) der Ehrenamtlichen um Hannelore Stingl an die inhaftierten Männer und ihre Familien lautet:
Es ist unser Ziel mit Ihnen gemeinsam Ihre Partnerschaft, die für eine erfolgreiche Resozialisierung sehr wichtig ist, zu erhalten, zu erneuern bzw. zu stabilisieren!

Der Ablauf:
Die 1. Stunde gehörte dem „Warm werden“, die 2. Stunde könnten die Paare ohne ihre Kinder über die anstehenden Probleme der Entlassung, der Kindererziehung, dem Ärger mit dem Sozialamt, Wohnungsamt oder anderer Behörden, der Arbeitssuche, etc freien Lauf lassen.
In dieser Zeit werden die Kinder von zwei in der Kinderbetreuung sehr erfahrene Ehrenamtlichen separat betreut. Mit Vorlesen, Spielen, Singen, Malen vergehen die Stunde ohne Mama für die Kinder wie im Fluge.
Die 3. Stunde gehörte dann wieder den Paaren und ihren Kindern.

Wie sagte Hannelore Stingl: „Zum guten Gelingen gehört der gute Wille und die Unterstützung durch das Personal der JVA, die Terminverfolgung und immer wieder nachhacken. Kaffee, Tee, Säfte, Kuchen, Brezeln, Würstchen und kleine Naschereien tun das übrige. Aber ohne die Unterstützung durch meine ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ging rein gar nichts. Nur im Team sind wir stark und können den Paaren und ihren Kindern Hoffnung machen und den Rückenstärken.“

Auf die Frage, was sie sich wünschen würde? Fügt Hannelore Stingl an: „Ich persönlich wünsche mir, dass ich die Betreuung nach der Entlassung fortführen könnte. Die eigentlichen Probleme beginnen erst nach der Entlassung.“
Und dann ergänzt sie, „seit 2 Jahren betreue ich zwei „Entlassene" und, es läuft gut! Leider kann man nicht mehr Betreuungen übernehmen, da es viel Zeit erfordert und außerdem seine Unkosten selbst tragen muss.

* * * * * *

Dienstagsgruppe
Was ist eine Dienstagsgruppe? Eine Dienstagsgruppe wird jeden 2. Dienstag als Gesprächsgruppe für Strafgefangene in der JVA angeboten. Zusätzlich wird für die Gefangene mit Lockerungsberechtigung einmal im Monat an einem Samstag ein gemeinsamer Ausgang (11:00 bis 17:00 Uhr) gemacht.
Ein Angebot von drei Ehrenamtlichen des AK Reso, das seit Jahren sehr gut angenommen wird und sich bestens bewährt hat. Vor ca. drei Jahren hat Hannelore Stingl die Leitung von Barbro Meßberger übernommen. Nun wird sie den Stab weiterreichen, um, wie sie es ausdrückte, sich noch stärker um den Partner-Treff kümmern und engagieren zu können.
Der Gruppenabend von 18:30 bis 20:00 Uhr wird regelmäßig von zwölf bis vierzehn Inhaftierten besucht.
Die Hauptthemen, die dort behandelt werden, sind: Wie finde ich eine Wohnung, eine Arbeitsstelle, wie gehe ich mit meiner Angst um die Partnerin um, wie stelle ich Anträgen und fülle Formularen aus? Was kommt auf mich nach der Entlassung alles zu?
Gemeinsam und in Einzelgesprächen werden Lösungsmöglichkeiten erarbeiten. Dabei wirk sich positiv aus, dass einige aus der Gruppe auch Einzelbetreuungen übernehmen.
Im Rahmen der Problemlösung wurden Fachleute zu Referaten eingeladen. So hat sich das Sozialamt mit seine Möglichkeiten vorgestellt, es wurde ein Vortrag über Israel angeboten, die Nürnberger Tafel präsentiert sich oder man informierte über die ICH-AG.

Beim monatlichen Ausgang sind das Doku-Zentrum, der Tiergarten, das Verkehrsmuseum attraktive Ziele. Aber auch der gemütliche Teil kommt bei Kaffee und Kuchen in den Räumen des AK Reso nicht zu kurz.


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Amberg

Der Neuer Tag berichtete am 30. 12. 2005 über einen Schriftsteller der zur Zeit in der JVA einsitzt und an einem Roman "über eine bizarre Frau und ein Psychopathen" arbeitet.
Amberg. (tk) L. (39) hat nicht erst in der Justizvollzugsanstalt mit dem Schreiben begonnen: Nein, bereits 1990 kam er bei einem Nachwuchswettbewerb für Juryautoren in Regensburg auf Platz drei. 1997 und 2004 veröffentlichte er zwei Bücher, von denen bisher über 10.000 Exemplare verkauft worden sind. In „Traumwelten und Zauberinseln" beschäftigt sich L. mit der Frage, warum Beziehungen zwischen Frauen und Männern zum Scheitern verurteilt sind und in „Zwischen Abenteuerlust und innerer Leere" charakterisiert er autobiografisch einen Künstler . Schreiben sei für ihn nicht als therapeutisches Ziel zusehen, sondern er möchte wie jeder Künstler auch die Welt verändern. Damit nur Geld zu verdienen, läge nicht in seiner Ansicht.
Die Trennung von seiner ehemaligen Lebensgefährtin hat ihn auf die schiefe Bahn gebracht. Derzeit schreibt er an einem Roman: „Midsommer". Handlung: Frau, die ein bizarres Doppelleben führt, gerät an einen Psychopathen.
Seine nächsten Gedichte - so sein Traum - nach seiner Entlassung in einem reinen Gedichtbuch selbst zu veröffentlichen zu können.
Warum auch nicht?
Seine Gedanken sind frei.

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Landsberg

Landsberger Tagblatt berichtete am 5. 1. 2005

Sparwelle erreicht auch Kontaktgruppe

Strafgefangenenhilfe des SKM zieht Bilanz
Landsberg (rn) - „Die Sparwelle allerorts erreichte auch unseren Verein und verlangt vom Vorstand schon einige Anstrengungen": So skizzierte Vorsitzender Alfred Helms die derzeitige finanzielle Misere bei der Landsberger Kontaktgruppe des Sozialdienstes Katholischer Männer (SKM), die in der Strafgefangenenhilfe tätig ist. Alfred Helms sprach auf dem traditionellen Jahresausklang des SKM, wozu sich Mitglieder, Förderer und Helfer, aber auch offizielle Gäste und ebenso von der Kontaktgruppe betreute Gefangene aus der Justizvollzugsanstalt (JVA) Landsberg im Pfarrsaal „Mariä Himmelfahrt" eingefunden haben.
Nach Aussage des Vorsitzenden hat die Caritas der Diözese Augsburg, deren Fachverband die Landsberger Kontaktgruppe ist, jegliche Geldmittel gestrichen, nur die Justizmittel sind nach Landsberg weitergeleitet worden. Umso erfreulicher nannte Helms die Hilfe durch die Landesarbeitsgemeinschaft der ehrenamtlichen Mitarbeiter im Strafvollzug Bayern und durch den Landesverband für Gefangenenfürsorge. Dankesworte galten hierfür letztgenannten Gremien, im Besonderen auch dem Leiter der JVA, Heinz Döschl.
Wenn auch Geld dringend zur Arbeit in der Strafgefangenenhilfe benötigt werde, so seien anderseits. betonte Helms, die persönliche Zuwendung und der persönliche Beistand umso wichtiger. Zu den Aktivitäten der Kontaktgruppe: In regelmäßigen Abständen - alle drei Wochen - finden Gruppenabende in der JVA statt Eine wichtige Rolle spielt dabei auch das alljährliche dreitägige Seminar mit Betreuern und Gefangenen unter dem Thema „Entlassungsvorbereitung".
Des Weiteren gibt es einen gemeinsamen Ausflug und zum Jahresausklang eben die Adventsabende, ebenfalls mit Inhaftierten. Alfred Helms nannte es sehr erfreulich und für die Kontaktgruppe wertvoll, dass Friedhelm Schneider, langjähriger Sozialpädagoge in der JVA Landsberg, nun trotz des Ruhestandes für weitere zwei Jahre sein Wissen, sein Können und vor allem seine Erfahrungen in den Dienst der Gefangenenbetreuung stellt. Der Dank des Vorsitzenden galt jedoch nicht nur Friedhelm Schneider, sondern ebenso JVA-Leiter Heinz Döschl, den JVA-Geistlichen Pfarrer Simon und Pater Patrik, dem Sozialdienst, der JVA-Beamtenschaft, dem Landratsamt und der Polizei, dem Weißen Ring und der Caritas wie auch allen Mitgliedern und Mitarbeitern in der Kontaktgruppe. „Ohne ihre Mitarbeit würde unsere Arbeit ins Leere laufen", bekräftigte Helms.
Sozialpädagoge als Glücksfall
Seine Freude und Zufriedenheit bekundete Anstaltsleiter Döschl, dass die JVA Landsberg ihr Behandlungsangebot zur Gefangenenbetreuung aufrecht erhalten könne, wobei er die Weiterverpflichtung des Sozialpädagogen Schneider einen Glücksfall nannte Döschl schloss sich dem Dank an alle in der Gefangenenbetreuung tätigen Frauen und Männer an. „Wir bemühen uns, die soziale Struktur aufrecht zu erhalten", so seine Hoffnung. Für die Stadt Landsberg sprach Stadträtin Ruth Sobotta, die selbst vor 25 Jahren der örtlichen Kontaktgruppe beigetreten ist. Anerkennung und Dank an die Gruppe aussprechend überreichte sie zugleich ein Geldgeschenk für die SKM-Kasse. „Eine wertvolle Bereicherung gerade beim jetzigen Sparkurs", so Sobotta.
Für die musikalische Bereicherung dieses gemeinsamen Jahresausklangs trug die Stubenmusik Elisabeth mit vertraulichen Adventsklängen bei.


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Die Frauengasse erstrahlt in neuem Glanze

Durch massive Probleme im tragenden Mauerwerk war eine Sanierung des Gebäudes „Frauengasse, Bayreuth“ (FG) nicht mehr aufzuschieben. Der Weitblick der Verantwortlichen der JVA Bayreuth und des Mannes, der mit der Betreuung und Führung der FG – Übergangswohnungen für Strafentlassene der JVA Bayreuth – beauftrag ist, sorgten dafür, dass im Zuge der Sanierung auch die Renovierung und Modernisierung des Wohnbereiches ermöglicht wurde.
Mit der Räumung der FG vom 24.11.04 bis 05.12.04 und der gleichzeitig Einrichtung der Ausweichunterkunft in der Gravenreutherstraße startete die vier Bewohner unter tatkräftiger Mithilfe und unter der Leitung des FG-Beauftragten mit seinem Privat-PKW und Anhänger das „Unternehmen Frauengasse“.
In der Zeit vom Dez. 2004 bis März 2005. wurden dann die Außenwände stabilisiert, ein Teil der Fußböden im 1. Stock erneuert, ein neuer Wohnraum geschaffen. Alle Leistungen erbrachten die Handwerksbetriebe, der JVA Bayreuth.
Ende März konnten ein renoviertes, frisch gestrichenes Haus mit fünf Einzelzimmer, alle mit fachgerechten TV-Anschluss, und zwei Küchen bezogen werden. Die Finanzierung der Sanierungs- und Renovierungsarbeiten übernahm der „Gefangenen Fürsorge Verein, Bayreuth“. Außerdem half die JVA mit einem Kleintransporter jeweils einen halben Tag bei Aus- und Wiedereinzug.
Am Ende meines Gespräches mit dem Beauftragten der FG stellte er fest: „Ganz besonders lobenswert war die Bereitschaft der Bewohner beim Aus- und Einzug tatkräftig und auch fachkundig zu helfen, dafür bin ich dankbar. Andere Unterstützung – abgesehen von der JVA – gab es nicht, so dass wir vollkommend autonom handeln konnte.“
Ich danke Gerhard Zimmermann für dieses Gespräch!
Norbert Merz
FG sind Übergangswohnungen der JVA Bayreuth in der Innenstadt (Frauengasse) von Bayreuth


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Termine

Straubinger Tagung 2005
vom 08. bis 10. Juli 2005
Justizvollzugsschule Straubing

Mitgliederversammlung 2005
24. September 2005
in Augsburg
(Gaststätte in der Nähe des Hauptbahnhofs)


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Spruch

Mit einer Kindheit voll Liebe aber
kann man ein halbes Leben hindurch
für die kalte Welt haushalten.

Jean Paul


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© LAG 2007-12-11