Landesarbeitsgemeinschaft ehrenamtlicher Mitarbeiter im Strafvollzug Bayern e.V.


Augsburger Rathaus
Augsburger Gespräche 1997

22. März 1997

Augustana Forum
Im Annahof 6, Augsburg

waren ein Erfolg!
Mit den Augsburger Gesprächen
wollten wir das Spannungsfeld

"Gesellschaft - Strafvollzug"

aufzeigen, zukunftsweisende
Lösungsmöglichkeiten
erarbeiten und zur Mitarbeit anregen.


Homepage Regionen Projekt-Bauernhof Aufgaben LAG Info-Broschüre Verein Anschriften Link

 
Historie: Oder welche Themen wurden im Rahmen der Augsburger Gespräche 1999, 2001, 2003, 2005, 2007, 2009, 2011, 2013 bearbeitet?

 


Augsburger Gespräche 1997

Die LAG hatte in enger Zusammenarbeit mit dem Bayer. Staatsministerium der Justiz und mit Referenten der Justiz zu einer eintägigen Veranstaltung geladen, mit der für ein ehrenamtliches Engagement demonstriert, Bürger zum Mitmachen animiert und zur Versachlichung der öffentlichen Diskussion beigetragen werden soll.
Betreuen heißt für uns, den straffällig gewordenen Menschen in seinem Eingesperrtsein nicht alleine zu lassen.
Nicht selten haben sich die Verwandten und Bekannten zurückgezogen, abgewendet und den Gestrauchelten allein gelassen. Betreuen bedeutet aber auch, dass wir uns mit der Situation im Vollzug, mit dem Vollzugsalltag, der Entlassung und der Wiedereingliederung auseinandersetzen.
Wir haben über einen zukünftigen Strafvollzug nachgedacht, diskutiert und um Lösungen gerungen.
Der Ruf nach dem Staat wird laut. Aber weder die Justiz mit ihren Bediensteten noch die finanziellen Ausstattungen erlauben das, was wünschenswert wäre.
Lasst uns zusammenhelfen und den Gefangenen das Gefühl vermitteln: Draußen interessiert sich jemand für mich!
Mischen Sie sich aber auch in die Diskussion ein, wenn bei sehr schlimmen und sehr extremen Fällen, die im Einzelschicksal furchtbar sind, die Forderungen nach härteren und längeren Strafen laut werden.

Der Strafvollzug mit all seinen Gefangenen, mit all seinen Verletzungen der Ordnung, der Gesetze und der daraus resultierenden Strafen ist so vielfältig wie das menschliche Leben eben ist. Es gibt weder den Gefangenen noch das Delikt und noch weniger die Strafe. Und so sind wir gehalten, uns nicht in eine Diskussion der großen Verallgemeinerung zu verstricken.
Der Ruf nach Vollzugsveränderung wird laut, die Forderung nach Strafverschärfung wird immer härter. Die einen wollen es liberaler, die anderen wollen es strenger.

Während wir die Gefangenen betreuen, wollen wir hier und heute mit den Sachverständigen und Experten die Möglichkeiten eines zukünftigen Strafvollzugs diskutieren!

Diskutiert haben die 73 Teilnehmerinnen und Teilnehmer äußerst angeregt und zu den Referaten

"Versöhnen statt einsperren" (Täter-Opfer-Ausgleich) von Dr. Kilian Brodersen, RegDir. im Bayer. Staatsministerium der Justiz und "Strafvollzug der Zukunft" (Zukunftsaspekte des Strafvollzugs unter besonderer Berücksichtigung der Forschungsarbeiten und -ergebnisse zur Untersuchung der Jugend- und Ausländerkriminalität und Anforderung an das Ehrenamt in der Zukunft) von Prof. Dr. Christian Pfeiffer, Leiter des Kriminologisches Institut Hannover, ausführlich Stellung genommen.

Unter der Leitung von Norbert Merz stellten sich Prof. Dr. Christian Pfeiffer, RegDir Dr. Kilian Brodersen, LtdRegDir Wolfgang Deuschl, Leiter JVA Aichach, und RegDir Heribert Schilling, Leiter JVA Augsburg, den Fragen aus dem Forum, besetzt mit Landgerichts-, Amtsgerichtspräsidenten aus Augsburg, Anstaltsleitern aus Aschaffenburg, Herrenwörth, Anstaltsgeistlichen, Fachdiensten verschiedener JVA, Vertreterinnen und Vertreter der kirchlichen Straffälligenhilfe, ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus ganz Bayern.

Eine gelungene Veranstaltung.

[ Seitenanfang ]

... und dann freuen wir uns auf ein Wiedersehen mit Ihnen zu den

Augsburger Gesprächen 2015

**

Interessenten können Vorschläge machen, bzw. sich jederzeit per Mail anmelden.
Jede Art der Mitarbeit ist willkommen.


[ Zurück zum Start] [ Seitenanfang ] [Ihre Meinung und Ihre Rückfragen bitte an LAG-Info ]

© LAG 2013-03-17